Auf das viele Gerede über ihn gab Jungstar Lennart Karl auf dem Fußballplatz die Antwort. Sein freches Führungstor, das den Weg zum großen Sieg des FC Bayern in der Champions League bei Atlético Madrid ebnete, feierte der 18-Jährige aber auch mit einer Jubelgeste, die nach dem 2:0 gleich für neuen Gesprächsstoff sorgte. Er hielt sich die Hände an die Ohren und machte eine Blabla-Geste. "Redet ihr nur", sollte das wohl heißen.
"Lennart Karl ist für uns ein wichtiger Spieler, das haben wir nie in Abrede gestellt", sagte Eberl. Er habe auf dem Platz "fleißig mitgearbeitet und sich mit dem Tor belohnt". Und der Jubel? "Ich habe es ehrlicherweise gar nicht gesehen", sagte Eberl. Darum: keine Bewertung. Weltmeister Mats Hummels griff Karls Jubelgeste als Experte bei Amazon Prime auf. "Den sehen wir viel zu oft mittlerweile", sagte der Ex-Profi. Kritik sei vielmehr Teil des gut bezahlten Profigeschäfts. "Mein Sohn ist acht. In den Spielen von seiner Mannschaft sehe ich schon Kinder diesen Jubel machen, weil der so oft vorkommt mittlerweile." Seinem Sohn verbiete er den Jubel.
