Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 14:46 Reparaturen dauern länger: Selenskyj besorgt über Stromausfälle +++
Die andauernden Stromausfälle sorgen den ukrainischen Präsidenten. Wie Selenskyj auf der Plattform X mitteilt, habe er eine Koordinierungssitzung zur Bewältigung der Folgen der russischen Angriffe und zur Wiederherstellung der Stromversorgung abgehalten. Ihm zufolge dauern die Reparaturen aufgrund wiederholter Angriffe und ständiger Luftangriffswarnungen deutlich länger. Die Lage in Kiew sei besonders schwierig, stundenlang komme es zu Strom- und Wasserausfällen. Schwierig ist die Lage laut Selenskyj auch in den Regionen Kiew, Schytomyr, Tschernihiw, Sumy, Poltawa, Charkiw, Tscherkassy und Winnyzja sowie in der Region Donezk.
+++ 14:06 Brüssel: Ukraine muss für EU-Beitritt Tempo machen +++
Die Ukraine will die Beitrittsverhandlungen mit der EU Ende 2028 abschließen. "Die Europäische Kommission unterstützt dieses ambitionierte Ziel, ist jedoch der Auffassung, dass hierfür eine Beschleunigung des Reformtempos erforderlich ist", heißt es in einer heute veröffentlichten Analyse der Brüsseler Behörde. Als schwierig gelten etwa nötige Reformen bei Rechtsstaatlichkeit und Korruptionsbekämpfung, zumal die Ukraine sie mitten im russischen Angriffskrieg umsetzen muss. Eine EU-Mitgliedschaft würde das Land wirtschaftlich und politisch enger an den Westen binden und ihm durch die Beistandsklausel aus dem EU-Vertrag zusätzliche Sicherheit bieten. Eine Aufnahme noch während des Krieges gilt wegen der damit verbundenen militärischen Beistandsverpflichtungen allerdings als politisch kaum vorstellbar. Die EU-Kommission schlägt deshalb bereits Übergangsregelungen für die Ukraine vor. Bei Montenegro geht es schon etwas schneller: Das Westbalkanland könnte das nächste Mitgliedsland der EU werden.
+++ 13:51 Zahl der Todesopfer in Saporischschja steigt +++
In der ukrainischen Region Saporischschja steigt die Zahl der Todesopfer nach einem russischen Luftangriff nach Angaben der örtlichen Behörden auf 37. Noch immer werden 59 Menschen vermisst. Rettungskräfte suchen in den Trümmern der ehemaligen Schule in der Ortschaft Komyschuwacha weiterhin nach Überlebenden. Die russischen Streitkräfte haben das Verteilzentrum am Montag angegriffen.
+++ 13:26 Russische Soldaten halten Explosion für Atombombe +++
Eine Pilzwolke steigt über Russland auf und weckt Erinnerungen an eine Atombombe. Hinter der gewaltigen Druckwelle steckt ein gezielter Drohnenschlag ukrainischer Streitkräfte. Die heftigen Nachdetonationen verraten, was dort gelagert wurde.
+++ 13:04 Ukraine meldet sechs Tote und 50 Verletzte +++
Bei russischen Angriffen auf die Ukraine sterben binnen eines Tages sechs Menschen, 50 weitere werden verletzt. Das geht aus Berichten der lokalen Behörden hervor, über die der "Kyiv Independent" schreibt. Demzufolge kommen in der Regionalhauptstadt Dnipro kommen zwei Menschen ums Leben. Im Gebiet Donezk töten russische Angriffe zwei Menschen, so Gouverneur Vadym Filashkin auf Telegram. Im Gebiet Saporischschja sterben nach Angaben der lokalen Behörden ebenfalls zwei Menschen.
+++ 12:19 Große Teile von Kiew ohne Strom +++
Die Notstromabschaltungen in Kiew dauern an. Wie der größte private ukrainische Energieversorger DTEK mitteilt, arbeiten die Energieingenieure daran, die Lage zu stabilisieren. Sie seien "ohne Schlaf und Pause im Einsatz", heißt es auf Telegram. Hintergrund sind die großangelegten russischen Angriffe auf die Energieinfrastruktur, die auch mehrere Kraftwerke beschädigt haben. In Kiew leben mehr als drei Millionen Menschen. Bereits seit gestern gibt es große Einschränkungen. Der "Kyiv Independent" berichtet zudem von massiven Problemen bei der Wasserversorgung. Wie viele Menschen konkret betroffen sind, ist nicht bekannt.
+++ 11:53 Munz: Moskau "hat 'blauen Tsunami' zur Kenntnis genommen" +++
"Der blaue Tsunami ist auch hier zur Kenntnis genommen worden", beobachtet Russland-Korrespondent Rainer Munz. Für ntv ordnet er die Reaktionen aus Moskau ein und erklärt, warum Trumps Niederlage Einfluss auf den Ukraine-Krieg nehmen könnte.
+++ 11:31 Erneut Tote nach russischem Angriff bei Saporischschja +++
Bei einem russischen Angriff sind nach ukrainischen Angaben mindestens zwei Menschen in der südostukrainischen Region Saporischschja getötet worden. Russland hat die Stadt Wilnjansk gleich zweimal angegriffen, schreibt Gouverneur Mychajlo Semikin auf Telegram. Dabei wurde ein Wohnhaus und Privathäuser beschädigt. Unter den Toten seien eine 52-jährige Frau und ein 63-jähriger Mann. Ein 59-Jähriger sei zudem verletzt worden. Erst am Montag sind mindestens 30 Menschen bei einem Angriff auf das Dorf Komyschuwacha in der Region ums Leben gekommen. Zahlreiche Menschen werden noch immer unter den Trümmern vermisst.
+++ 11:02 Melania Trump erhält Orden für humanitäres Engagement +++
Präsident Wolodymyr Selenskyj verleiht der US-First-Lady Melania Trump den ukrainischen Prinzessin-Olga-Orden. Damit wird ihr humanitäres Engagement in der Ukraine gewürdigt, heißt es in dem Präsidialdekret. Die Auszeichnung kommt wenige Tage nach der Evakuierung von fast 800 Menschen aus dem von Russland besetzten Oleschky. An der Vermittlung dieser humanitären Operation war Melania Trump gemeinsam mit anderen Akteuren beteiligt. Der Prinzessin-Olga-Orden ist eine staatliche Auszeichnung der Ukraine. Er geht an Frauen mit außergewöhnlichen persönlichen Verdiensten im Staatsdienst, in Wissenschaft, Bildung, Kultur und Wohltätigkeit. Zu den bisherigen Preisträgerinnen gehören u.a. die frühere Sprecherin des US-Repräsentantenhauses und heutige Abgeordnete Nancy Pelosi sowie die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas.
+++ 10:45 Rechtsgutachten stellt Kurs der Bundesregierung infrage +++
Deutschland könnte zivile Ukraine-Hilfen leichter über Kredite finanzieren als bisher angenommen. Das geht aus einem bislang unveröffentlichten Rechtsgutachten hervor, das t-online vorliegt. Demnach erlaubt das Grundgesetz, auch die Reparatur zerstörter Stromnetze, den Wiederaufbau von Krankenhäusern und humanitäre Hilfe über zusätzliche Schulden zu bezahlen. Dafür wäre keine erneute Grundgesetzänderung nötig. Die Gutachter kritisieren eine Vorgabe im Haushaltsentwurf 2027: Bestimmte Hilfen müssen demnach vollständig nach Nato-Kriterien als Verteidigungsausgaben gelten. Diese Einschränkung sei nicht durch das Grundgesetz vorgeschrieben, der Bundestag könnte sie ändern.
+++ 10:30 Russland schickt Medinski für Ukraine-Verhandlungen +++
Russland wird zu den anstehenden Verhandlungen in Abu Dhabi eine Delegation unter Leitung von Wladimir Medinski schicken. Dies teilt Kremlsprecher Dmitri Peskow laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tass mit. Die Gespräche zwischen Russland, der Ukraine und den USA sollen am 10. und 11. November stattfinden. Medinski ist in der Vergangenheit äußerst negativ aufgefallen.
+++ 10:15 China, Russland und USA in Kontakt für Dreiergipfel +++
China berät nach eigenen Angaben mit Russland und den USA über ein mögliches baldiges Dreiertreffen der Präsidenten. "China steht mit den relevanten Parteien für ein Treffen der Staatschefs Chinas, Russlands und der USA in Kontakt", sagt eine Sprecherin des Außenministeriums in Peking. US-Präsident Donald Trump, Kreml-Chef Wladimir Putin und Chinas Staatschef Xi Jinping könnten sich am Rande des Apec-Gipfels (Asiatisch-Pazifische Wirtschaftsgemeinschaft) am 18. und 19. November im chinesischen Shenzhen treffen. Das weckt vor allem mit Blick auf den Ukraine-Krieg Sorgen: Es wird befürchtet, dass die drei Länder Vereinbarungen zum Nachteil Kiews treffen könnten.
+++ 09:51 Ukraine meldet Tausende russische Verluste +++
Nach Angaben der ukrainischen Armee hat Russland binnen eines Tages etwa 2180 weitere Soldaten verloren. Das meldet der Generalstab der Ukraine auf Facebook. Außerdem zählt der Generalstab einen zerstörten Panzer, sieben gepanzerte Fahrzeuge, 39 Artilleriesysteme, zwei Luftverteidigungssysteme, fünf Bodenroboter, 1104 Drohnen, 52 Raketen, 408 Fahrzeuge und vier Einheiten Spezialausrüstung.
+++ 09:35 Drohnenattacke auf Odessa +++
Russische Drohnen haben am Abend ein Einkaufszentrum in Odessa getroffen. Dabei ist ein Großbrand ausgebrochen. Lokale Medien berichten, es handelt sich um das Einkaufszentrum "Sim’ya". Laut ersten offiziellen Berichten gibt es keine Opfer. Fotos zeigen Flammen im oberen Teil des Gebäudes, darüber steigt dichter Rauch auf.
+++ 09:14 Hardt hofft auf "mehr Vernunft" in US-Außenpolitik +++
Nach der schweren Niederlage der Republikaner bei den Midterms hofft der CDU-Außenpolitiker Jürgen Hardt auf einen Wandel in der US-Außenpolitik. Er setze darauf, dass US-Präsident Donald Trump nun "in der Außenpolitik mehr Vernunft walten lässt", sagt der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im ARD-"Morgenmagazin". Sein Rat an die Republikaner: "Seht Euch das Ergebnis an und seht, dass es auch ein Urteil über die falsche Außenpolitik des US-Präsidenten ist." Trump habe ursprünglich gesagt, Militär sei kein Instrument zur Lösung von Konflikten, und die Amerikaner müssten sich aus ihnen raushalten. Im Kongress gebe es eine klare Mehrheit gegen Trumps Politik bei der Ukraine-Unterstützung und den Russland-Sanktionen.
+++ 08:45 Mobilfunkbetreiber in Donezk in Flammen +++
Die Ukraine hat in der Nacht die Telekommunikationsinfrastruktur des Mobilfunkbetreibers "Phoenix" in der besetzten Stadt Donezk angegriffen. Die russische Besatzungsverwaltung kontrolliert das Unternehmen. Ersten Berichten zufolge gibt es mindestens drei Treffer. In der Stadt kommt es zu Störungen im Mobilfunknetz. In den sozialen Medien kursieren Fotos und Videos von Feuer in dem Bereich.
+++ 08:19 Ukraine meldet 310 russische Drohnenangriffe +++
Laut den aktuellen Zahlen des Generalstabs der Ukraine hat Russland in der Nacht 310 Drohnenangriffe gestartet. Den Großteil davon, 272, hat die ukrainische Luftabwehr abgeschossen, heißt es in einer Mitteilung auf Facebook. Das Militär registriert demnach an 19 Orten Treffer durch feindliche Luftangriffe. An 15 Orten finden sich Trümmer abgeschossener Drohnen.
+++ 07:55 Mögliche Trump-Wut sorgt Kiew +++
US-Präsident Donald Trump steht vor einer doppelten Niederlage bei den Kongresswahlen. Die Angst vor der Unberechenbarkeit des 80-Jährigen ist groß. Denn auch außenpolitisch dürfte die Niederlage der Republikaner Folgen haben: Als selbst ernannter Anwärter auf den Friedensnobelpreis könnte der Präsident den Druck auf die Ukraine erhöhen, sich auf ein Abkommen mit dem Aggressor Russland einzulassen. Gleichzeitig dürfte Trump den Kontakt zu jenen suchen, die er als ebenbürtig ansieht: Chinas Präsident Xi Jinping und Russlands Präsident Wladimir Putin. Die drei Staatschefs könnten Mitte des Monats am Rande des Apec-Gipfels in China zusammenkommen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnt bereits vor einer neuen "Jalta"-Konferenz. Er spielt damit auf das historische Treffen von 1945 an, bei dem die USA, Großbritannien und die Sowjetunion die Einflusssphären unter sich aufteilten.
+++ 07:31 Russland attackiert Kraftwerke und Frachtschiff +++
Russland greift in der Nacht erneut zahlreiche Landesteile der Ukraine an. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums auf Telegram werden dabei zwei Kraftwerke in den Regionen Kiew und Schytomyr getroffen. Zudem attackiert Russland ein Frachtschiff nahe der Hafenstadt Odessa. Ukrainischen Behörden zufolge gibt es weitere Angriffe in den Regionen Poltawa, Dnipro, Kirowohrad und Riwne sowie auf die Hauptstadt Kiew. Auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim kommt es nach einem Unfall zu Stromausfällen.
+++ 07:05 Angriffswelle auf ukrainische Energieinfrastruktur +++
Neue Daten zeigen das Ausmaß der russischen Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur. Demzufolge hat Russland seit der Nacht von Montag auf Dienstag sowie den gestrigen Tag mehr als 20 Energieanlagen ins Visier genommen und große Schäden sowie Stromausfälle verursacht. Das zeigt eine Untersuchung des Institute for the Study of War (ISW). Es handelt sich um einen der größten Angriffe auf die Energieinfrastruktur seit Beginn des Krieges. Diese Angriffe fallen mit dem Beginn der Heizperiode in der gesamten Ukraine zusammen. Die russische Kampagne zielt darauf ab, der Ukraine immer höhere Kosten aufzubürden und sie so stark zu zermürben, dass sie im Winter kapitulieren muss.
+++ 06:40 Russland schreibt Geschichte um +++
Ukrainische Kinder in den russisch besetzten Gebieten lernen ab diesem Schuljahr mit neuen Geschichtsbüchern aus Moskau. Die Bücher vermitteln die Geschichte ihrer Regionen auf eine Art, die mit der Wirklichkeit kaum etwas zu tun hat. Im August hat das russische Bildungsministerium die Schulbücher für Kinder zwischen zehn und 13 Jahren genehmigt. Die Autoren der Bücher geben sich große Mühe, die Ukrainer nirgends als eigenständiges Volk oder Nation zu bezeichnen. Stattdessen behaupten sie, in der polnisch-litauischen Union seien die von "orthodoxen Ruthenen bewohnten Gebiete" verächtlich als Ukraine bezeichnet worden. Das habe so viel wie "Randgebiet" bedeutet, die Bewohner seien als eine Art "sprechendes Vieh" wahrgenommen worden.
+++ 06:05 Russisches Warenhaus in Flammen +++
Der russische Online-Gigant Ozon meldet einen Drohnenangriff auf sein Logistikzentrum in der südrussischen Teilrepublik Adygeja. Das teilt das Unternehmen in einer Pressemitteilung mit, über die der "Kyiv Independent" berichtet. In dem Zentrum des Warenhauses ist demnach ein Feuer ausgebrochen. Nach vorläufigen Angaben gibt es keine Verletzten. Ozon ist einer der führenden Internethändler von Russland. In den vergangenen Monaten hat die Ukraine mehrfach Ozon-Lagerhäuser mit Drohnen attackiert, so u.a. in der Region Samara oder Dagestan.
+++ 05:26 EU-Kommission legt Fahrplan für Beitritt der Ukraine vor +++
Die Europäische Union will weiter wachsen - wie schnell und mit welchen neuen Mitgliedsländern? Am heutigen Mittwoch will die EU-Kommission Fahrpläne für den Beitritt der Ukraine und Moldau sowie der Westbalkanländer Montenegro und Albanien vorlegen. Dazu will die Brüsseler Behörde auch präsentieren, wie die Länder schrittweise in die Staatengemeinschaft integriert werden können. Vor einem EU-Beitritt soll in langjährigen Verhandlungsprozessen sichergestellt werden, dass ein Kandidatenland alle Voraussetzungen für eine Mitgliedschaft erfüllt. Am weitesten im EU-Aufnahmeprozess ist der Kommission zufolge Montenegro. Es wird damit gerechnet, dass es im kommenden Jahr die Voraussetzungen für den Beitritt erfüllen könnte.
+++ 03:53 Nord-Stream-Explosionen - Gutachter analysiert Folgen +++
Am heutigen Mittwoch beginnt der dritte Prozesstag im Verfahren um den Anschlag auf die Nord-Stream-Pipelines. Im Fokus stehen dabei die Explosionsfolgen für die Schifffahrt in der Ostsee. Nach Angaben des Gerichts ist ein Professor der Bundeswehruniversität Hamburg als Sachverständiger geladen, der eine entsprechende Analyse abgeben soll. Nach der Mittagspause soll dann ein Beamter des Bundeskriminalamts als Zeuge berichten, wie die Ermittler auf die Spur der Segeljacht "Andromeda" gekommen sind.
+++ 02:35 CDU-Politiker Röwekamp pocht auf weitere europäische Hilfen für Ukraine +++
Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Thomas Röwekamp, ruft europäische Partner zu mehr Unterstützung für die Ukraine auf. Der Besuch von Präsident Selenskyj sei "ein wichtiges Signal: Deutschland steht fest an der Seite der Ukraine", sagt Röwekamp der "Rheinischen Post". Die zugesagte weitere humanitäre Hilfe vor dem bevorstehenden Winter sei in Anbetracht der brutalen Angriffe und Zerstörungen eine wertvolle Hilfe für die Menschen in der Ukraine. "Darüber hinaus bedarf die Ukraine aber weiter der Unterstützung bei der Luftverteidigung, insbesondere durch Abwehrsysteme", sagt der CDU-Politiker. "Wir müssen intensiv in Europa und bei befreundeten Partnern dafür werben, in einem Ringtausch schnell Patriot-Raketen zu liefern."
+++ 01:37 Russische Angriffe: Lettland will Sitzung des UN-Sicherheitsrats +++
Lettland fordert als Reaktion auf die jüngsten schweren russischen Angriffe auf die Ukraine eine außerordentliche Sitzung des UN-Sicherheitsrats. Das teilt Außenministerin Baiba Braze auf der Plattform X mit. Russland hatte zuvor die Ukraine erneut massiv bombardiert und mit Marschflugkörpern, Raketen und Kampfdrohnen beschossen. Braze spricht von "entsetzlichen russischen Angriffen auf Zivilisten". Lettland hat am 1. Januar 2026 erstmals für zwei Jahre einen befristeten Sitz als nicht-ständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat übernommen. Seit November hat das baltische EU- und Nato-Land nun turnusgemäß den monatlich wechselnden Vorsitz im mächtigsten UN-Gremium inne.
+++ 00:56 Pistorius zu Ukraine-Verhandlungen: Europäer müssen "am Tisch sitzen" +++
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius fordert eine Beteiligung Europas bei den anstehenden Verhandlungen zwischen der Ukraine, Russland und den USA. "Es muss klar sein, dass die Europäer am Tisch sitzen", sagt Pistorius in Berlin. "Es muss klar sein, dass wir beteiligt sind an den Verhandlungen." Dies hätten auch Bundeskanzler Friedrich Merz sowie die Staatspräsidenten Frankreichs, Emmanuel Macron, und Polens, Karol Nawrocki, deutlich gemacht, sagt Pistorius beim Antrittsbesuch seines slowenischen Amtskollegen Valentin Hajdinjak. Aber mindestens genauso wichtig, wenn nicht noch wichtiger, sei für die Ukraine und die Stabilität Europas, "dass kein Frieden auf Kosten oder über den Kopf der Ukraine hinweg geschlossen werden kann und darf".
+++ 00:13 Merz: Russland beschwört weltweite Nahrungsmittelkrise herauf +++
Russland trifft mit seinen Angriffen auf Frachtschiffe im Schwarzen Meer nach Ansicht von Bundeskanzler Friedrich Merz die ärmsten Länder der Welt. "Russland riskiert mit seinen Angriffen im Schwarzen Meer eine weitere Eskalation", sagt Merz nach einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Berlin. "Russland beschwört eine weltweite Nahrungsmittelkrise herauf, zu Lasten der ärmsten Staaten und der ärmsten Länder der Welt", fügt er hinzu.
+++ 22:49 Selenskyj: Mehr als 50 Verschüttete nach russischem Angriff auf Dorf befürchtet +++
Einen Tag nach dem tödlichen russischen Angriff auf ein Dorf in der Region Saporischschja befürchtet die Ukraine noch mehr als 50 Menschen unter den Trümmern. "Ein einziger Angriff hat 33 Menschen getötet. Fünf Menschen wurden gerettet und mehr als 50 könnten noch unter den Trümmern eingeklemmt sein", sagt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in Berlin. Bei dem "entsetzlichen Angriff" handele es sich "um eines der größten Massaker, das von den Russen seit dem Beginn dieses Krieges begangen wurde". Der Bombenangriff war am Montag in dem Dorf Komyschuwacha in der Region Saporischschja etwa 15 Kilometer von der Front entfernt erfolgt. Selenskyj hatte zuvor mitgeteilt, die Angriffe hätten auf eine Schule abgezielt, die für "humanitäre Zwecken" genutzt worden sei.
+++ 22:01 Minister: Russland greift für AKW relevantes Umspannwerk an +++
Nach Angaben des ukrainischen Energieministers Denys Schmyhal zielt Russland bei den jüngsten Angriffen auch mit Drohnen auf ein Umspannwerk, das für den Betrieb des Kernkraftwerks Chmelnyzkyj von Bedeutung ist. "Solche Handlungen stellen nicht nur eine Bedrohung für die Ukraine dar, sondern auch für die nukleare Sicherheit ganz Europas", schreibt der Minister bei Telegram. Es sei ein "schwerwiegender Eskalationsschritt", über den die Internationale Atomenergie Organisation bereits informiert worden sei.
+++ 21:33 Tschechiens Armee verfehlt Nato-Ziele - mit Folgen für kollektive Verteidigung +++
Die tschechische Armee verfehlt die Fähigkeitsziele der Nato, leidet unter Personal- und Materialmangel und erwartet trotz der sich verschlechternden Sicherheitslage in den kommenden Jahren nur langsam Besserung. Dies geht aus der neuen Entwicklungsstrategie der Armee hervor, die nun veröffentlicht und von der Regierung bereits genehmigt wurde. "Die Tschechische Republik erfüllt 70 Prozent der Nato-Fähigkeitsziele nicht, während sie bei den ressourcenintensivsten Zielen fünf bis zehn Jahre im Rückstand ist", heißt es in dem Papier. Dieses Defizit schränke die Fähigkeit der Armee ein, Aufgaben der kollektiven Verteidigung zu erfüllen. Ein Angriff Russlands auf Nato- und EU-Länder werde immer wahrscheinlicher, heißt es zudem.
+++ 21:07 Vorwurf des Landesverrats - Selenskyjs Ex-Sprecherin wehrt sich +++
Die erste Pressesprecherin des ukrainischen Präsidenten, Julia Mendel, weist den gegen sie erhobenen Vorwurf des Landesverrats zurück. "Grund für diesen Verdacht waren meine öffentlichen Äußerungen in westlichen Medien und meine Beiträge in sozialen Netzwerken - insbesondere jene, die sich auf die Aufdeckung von Korruption im Umfeld von Selenskyj, die fehlende Meinungsfreiheit und politische Verfolgungen bezogen", schreibt sie in sozialen Medien. Selenskyj habe damit gezeigt, dass sie recht habe. Es gehe hier um eine Einschränkung der Meinungsfreiheit. "Die Anschuldigungen gründen unter anderem auf meinem Interview mit Tucker Carlson und Äußerungen, die ich bei X und Facebook gemacht habe", schreibt sie. Aufgrund des geltenden Kriegsrechts droht der im Ausland lebenden Mendel eine Verurteilung zu lebenslanger Haft in ihrem Heimatland. "Das ist der Preis für freie Meinungsäußerung und das Streben nach der Rettung der Ukraine zu Selenskyj-Zeiten", schreibt sie zum Abschluss ihres Beitrags.
+++ 20:28 Ukrainische Behörden werfen Selenskyjs Ex-Sprecherin Landesverrat vor +++
Nach Kritik an Präsident Wolodymyr Selenskyj werfen ukrainische Behörden seiner ersten Pressesprecherin, Julia Mendel, Landesverrat vor. Sie betreibe "Informations- und Sabotageaktivitäten gegen die Ukraine", teilt der Selenskyj unterstellte Geheimdienst SBU mit. Nach einer Analyse ihrer öffentlichen Auftritte und Äußerungen seien die Staatsanwaltschaft und der SBU zu dem Schluss gekommen, dass Mendel den Ruf des Landes auf internationaler Ebene schädige und das "Kreml-Regime" und den russischen Krieg gegen die Ukraine rechtfertige. Die Staatsanwaltschaft begründet den Verdacht unter anderem mit einem Interview Mendels mit dem konservativen US-amerikanischen Blogger Tucker Carlson. Aussagen wie "Ich glaube, dass die Ukraine kurz vor dem Verschwinden ist" und "Sehen Sie, meine Nation degradiert" seien von der russischen Propaganda verwendet worden. Zudem habe sie die Verbote in der heutigen Ukraine mit denen in der Sowjetunion verglichen. Mit Mendels Äußerungen solle international der Eindruck erweckt werden, dass die Ukraine keine weitere Unterstützung verdiene und die ukrainische Führung ein Hindernis für Frieden darstelle, heißt es.
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