Politik

70 Prozent weniger als 2024Zahl der Asylsuchenden deutlich gesunken

04.11.2026, 14:13 Uhr
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Seit 2024 führt Deutschland Kontrollen an den Grenzen zu allen Nachbarländern durch. (Foto: picture alliance/dpa/Revierfoto)

Innenminister Dobrindt spricht von einer Trendwende: "Wir drängen die illegale Migration erfolgreich zurück", sagt er der "Bild"-Zeitung. Wie das Blatt berichtet, gibt es im Oktober wesentlich weniger unerlaubte Einreisen und Asylanträge.

Die Zahl der Asyl-Neuzugänge in Deutschland ist im vergangenen Monat auf den niedrigsten Oktoberwert seit 2011 zurückgegangen. Wie die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Zahlen des Bundesinnenministeriums berichtet, lag die Zahl der Asylerstanträge und Neuzugänge im Rahmen des Asylverfahrens im Oktober bei 5707 Menschen - ein Rückgang um 40 Prozent im Vorjahresvergleich und um knapp 70 Prozent verglichen mit 2024.

Einen niedrigeren Oktoberwert gab es zuletzt 2011: Damals waren es 4106 Asylanträge, wie die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf die aktuellen Zahlen berichtet. Innenminister Alexander Dobrindt von der CSU sprach von einer Trendwende: "Wir drängen die illegale Migration erfolgreich zurück", zitiert ihn die Zeitung. Jetzt gehe es darum, diese Entwicklung "dauerhaft zu sichern" und "illegale Migration" zu ordnen, zu steuern und zu kontrollieren, "gemeinsam mit unseren Partnern auf europäischer Ebene".

Die Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz hatte mit Beginn ihrer Amtszeit im Mai 2025 eine "Migrationswende" eingeleitet. Dobrindt ordnete dazu verschärfte Grenzkontrollen zu Nachbarländern und Zurückweisungen an. Die Zahl unerlaubter Einreisen sank seitdem deutlich, auch die Asylanträge gingen zurück.

Jahres-Tiefstand bei unerlaubten Einreisen

Die Zahl unerlaubter Einreisen an den deutschen Grenzen erreichte dabei im Oktober mit 3270 Fällen einen neuen Jahres-Tiefstand, wie die Bundespolizei mitteilte. Im September lag die Zahl noch bei 3668. Es ist damit auch der niedrigste Stand seit über fünf Jahren: Geringere Monatswerte gab es zum letzten Mal in den Monaten Mai, Februar und Januar 2021.

In den ersten zehn Monaten des laufenden Jahres stellte die Bundespolizei 40.193 unerlaubte Einreisen an Deutschlands Land-, Luft- und Seegrenzen fest. Dies waren 12.745 und damit rund 24 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Seit Antritt der schwarz-roten Koalition im Mai 2025 wurden zudem laut Bundespolizei 47.551 Menschen zurückgewiesen und 2432 wegen einer Wiedereinreisesperre am Grenzübertritt gehindert.

In Deutschland finden seit September 2024 Kontrollen an den Landesgrenzen zu allen Nachbarländern statt. In den Jahren zuvor waren diese wegen der Migrationslage bereits zu Polen, Tschechien, Österreich und der Schweiz eingeführt worden.

Quelle: ntv.de, ghö/AFP

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