Berlin & BrandenburgKlement sieht Zukunftsperspektive für Jänschwalde

Elf Kraftwerksprojekte erhalten Geld dafür, Strom für Dunkelflauten bereitzuhalten. Auch Jänschwalde ist als Standort dabei. Die Brandenburger Wirtschaftsministerin freut das.
Potsdam (dpa/bb) - Brandenburgs Wirtschaftsministerin Martina Klement (CSU) sieht in der Entscheidung der Bundesnetzagentur eine neue Zukunftsperspektive für den Kraftwerkstandort in Jänschwalde. "Das sind hervorragende Nachrichten für Brandenburg, denn Jänschwalde wird Energie- und Industriestandort bleiben", sagte Klement laut einer Mitteilung ihres Ministeriums. Durch die Umnutzung der bestehenden Standorte könne nicht nur die Infrastruktur weiter genutzt werden - auch die qualifizierten Arbeitskräfte am Standort würden weiterhin benötigt.
An dem Standort soll ein Gaskraftwerk entstehen. Dies ist das Ergebnis einer ersten Ausschreibungsrunde der Bundesnetzagentur. Insgesamt vier Gaskraftwerksblöcke sind geplant. Die neuen Gaskraftwerke sollen die Stromerzeugung bei Dunkelflauten sichern. Elf Anlagen werden bis 2031 neben Brandenburg in Sachsen, Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg entstehen. Geplant sind noch zwei weitere Ausschreibungen.
Die Kosten für die Gaskraftwerke sollen durch eine neue Umlage von allen Stromverbrauchern getragen werden. Um wie viel der Strom dann teurer wird, ist noch offen. Die Anlagen sollen zunächst Erdgas verbrennen. Spätestens 2045 sollen die Gaskraftwerke dann aber "klimaneutral" mit Wasserstoff laufen.