Regionalnachrichten

Sachsen-AnhaltBSW will Doppelspitze in Sachsen-Anhalt abschaffen

06.11.2026, 04:16 Uhr
image

Nach dem Einzug in den Landtag möchte sich das BSW in Sachsen-Anhalt neu aufstellen: Co-Landeschef Schulze zieht sich zurück. Was sich an der Spitze noch ändern soll.

Magdeburg (dpa/sa) - Das BSW will in Sachsen-Anhalt künftig ohne Doppelspitze agieren. Der bisherige Co-Landeschef Thomas Schulze zieht sich zurück, sein Kollege John Lucas Dittrich bewirbt sich für das Amt des geplanten alleinigen Landesvorsitzenden, wie Dittrich der Deutschen Presse-Agentur sagte. Außerdem soll es künftig vier Stellvertreter und erstmals einen Generalsekretär geben.

"Wir haben den Einzug in den Landtag geschafft. Jetzt werden wir beweisen, dass wir nicht nur erfolgreiche Wahlkämpfe organisieren, sondern dauerhaft professionelle Parteiarbeit leisten, die das BSW als feste Größe in Sachsen-Anhalt verankern wird", sagte Dittrich. Die Veränderungen sollen auf einem Landesparteitag am 14. November beschlossen werden.

Frömmrich soll Generalsekretär werden

Schulze will sich künftig auf seine Aufgaben als Chef der Landtagsfraktion konzentrieren. Mit dem Einzug ins Parlament beginne eine neue Phase, die Verantwortung müsse sinnvoll verteilt werden, sagte Schulze. Dittrich ist in der Fraktion parlamentarischer Geschäftsführer.

Als Generalsekretär bewirbt sich der bisherige Landesgeschäftsführer Gregor Frömmrich.

BSW verhandelt mit der AfD

In den einzelnen Gliederungen hatte es beim BSW in Sachsen-Anhalt in der Vergangenheit immer wieder Unruhen gegeben. Im Herbst 2025 etwa erzwangen drei Kreisverbände einen Sonderparteitag, sie warfen der Spitze der Landespartei "destruktives Verhalten" und eine anhaltende Blockadehaltung vor. Mehrere Mitglieder traten aus. Auch an der Aufstellung der Landesliste im März 2026 gab es Kritik.

Nach dem Einzug in den Landtag hat das BSW Gespräche mit der AfD über eine inhaltliche Zusammenarbeit aufgenommen. Eine Koalition lehnt das BSW ab. Bei den Gesprächen geht es um Projekte, die eine AfD-geführte Minderheitsregierung umsetzen müsste.

Quelle: dpa

Regionales