WM-Beben wegen Russland

Erster Werbe-Riese springt ab, Hauptsponsor droht auch bereits

imago1008863363h
Wenn Russland aufs WM-Eis zurückkehrt, droht ein Sponsoren-Blackout. (Foto: imago images/Bildbyran)
00:00 / 01:51
04.11.2026 | 16:09 Uhr
Der Sportgerichtshof CAS hat den Weg für eine Rückkehr russischer Teams auf die Eishockey-Bühne geebnet. WM-Hauptsponsor Skoda ist davon nicht begeistert.

Der Autobauer Skoda will sein Sponsoring der Eishockey-Weltmeisterschaft 2027 in Deutschland überdenken, falls Russland zum Turnier zugelassen wird.

Angesichts der andauernden russischen Aggression halte man eine Rückkehr der russischen Nationalmannschaft zur WM für unvereinbar mit den Werten, die man langfristig vertrete, sagte eine Sprecherin der tschechischen Nachrichtenagentur CTK. Falls es doch dazu komme, müsse Skoda seine Beteiligung an der WM überdenken und weitere Schritte unternehmen.

Der tschechische Autohersteller ist Hauptsponsor der Eishockey-Weltmeisterschaften der Männer. Mit der jüngsten Entscheidung des Sportgerichtshof CAS könne man sich nicht identifizieren, hieß es seitens der Volkswagen-Tochter. Das Internationale Sportgericht hatte den Russen den Weg zur Rückkehr auf die große Eishockey-Bühne geebnet. Es gab einer Berufung des russischen Verbands gegen den Weltverband IIHF statt.

Damit wären die Russen bei der Weltmeisterschaft im Mai 2027 in Deutschland spielberechtigt. Nach dem Beginn des Angriffskriegs gegen die Ukraine im Februar 2022 hatte der Weltverband die Sbornaja von internationalen Wettbewerben ausgeschlossen.

Noch vor Skodas Ankündigung hatte sich der schwedische Büromöbelhersteller AJ, seit 1989 einer der größten Sponsoren bei Eishockey-Weltmeisterschaften und zuletzt mit seinem Schriftzug auf den Schiedsrichtertrikots präsent, als erster Geldgeber zurückgezogen. "Im Geschäftsleben gibt es viele schwierige Entscheidungen", sagte der CEO David Bray: "Aber das war keine. Dies ist ein Protest gegen Russland."

Auch der tschechische Wettanbieter Tipsport, ebenfalls IIHF-Partner, kündigte an, nicht bei russischen Spielen zu werben.

Verwendete Quellen: ntv.de, tno/dpa/sid