Verteidigungswille bei AngriffenDeutschland vertieft militärische Zusammenarbeit mit Litauen

Deutschland ist mit der Stationierung der Panzerbrigade 45 in Litauen zur sofortigen Verteidigung des Nato-Partners entschlossen.
"Ein Angriff auf Litauen wäre ein Angriff auf uns alle. Und Deutschland wäre vom ersten Tag an bereit, seinen Beitrag zur gemeinsamen Verteidigung zu leisten", sagte Verteidigungsminister Boris Pistorius auf der Berliner Sicherheitskonferenz (BSC).
Die Brigade sende eine klare Botschaft in Richtung Russland, "eine Botschaft der Abschreckung", sagte Pistorius, der auf der Konferenz mit dem litauischen Verteidigungsminister Robertas Kaunas sprach. Beide Minister unterzeichneten auch eine Vereinbarung über vertiefte militärische Zusammenarbeit.
In der baltischen Republik, die an die russische Ostsee-Exklave Kaliningrad sowie an Russlands Verbündeten Belarus grenzt, waren zuletzt Befürchtungen vor Provokationen Russlands gewachsen. Kaunas versicherte, für die deutsche Brigade werde bis Ende kommenden Jahres alle nötige Infrastruktur fertig sein.
Die Brigade - Teil der 10. Panzerdivision - soll bis Ende 2027 mit einer Gesamtstärke von 4.800 Soldaten und 200 zivilen Mitarbeitern voll als Kampfverband einsatzfähig sein. Sie gehört zu den Verbänden, die die Nato unmittelbar an der Ostflanke positioniert und die im Fall der Fälle schnell verstärkt werden sollen.