Der Börsen-TagDer große Knall
Im bisherigen Wochenverlauf hat sich der Dax kaum bewegt. Dem Plus von 0,6 Prozent auf 25.981 Punkten vom Wochenstart ließ der deutsche Börsenleitindex im gestrigen Geschäft ein Minus von 0,5 Prozent auf 25.865 Zähler folgen. Marktteilnehmer verwiesen auf Absicherungen vor den US-Zwischenwahlen. Gleichzeitig zogen auch die Ölpreise wieder an, was Händler aber als Gegenreaktion auf den Einbruch vom Montag werteten.
Neben den sich im weiteren Tagesverlauf abzeichnenden Ergebnissen der US-Zwischenwahlen schauen die Anleger zur heutigen Wochenmitte wieder auf die Preise. So dürfte die Inflation in der Eurozone im Oktober weiter gestiegen sein - und damit die Europäische Zentralbank (EZB) zu einer weiteren Zinserhöhung veranlassen. Eurostat legt die Daten zu den Verbraucherpreisen vor. Ökonomen gehen davon aus, dass die Jahresteuerung auf 4,0 Prozent geklettert sein dürfte, nach 3,8 Prozent im September. Die EZB sieht aber nur einen Wert von zwei Prozent mittelfristig als ideal für die Konjunktur im Euroraum an. Die Finanzmärkte gehen deshalb davon aus, dass die Zentralbank im Dezember ihren Leitzins von 2,50 Prozent auf 2,75 Prozent erhöht.
Unternehmensseitig richtet sich das Augenmerk der Anleger wieder auf den Autosektor, denn als letzter börsennotierter deutscher Autobauer legt BMW Geschäftszahlen für das dritte Quartal vor. Wie bei Mercedes-Benz und Volkswagen dürfte auch BMW unter dem Zusammenbruch des chinesischen Marktes gelitten haben. In Europa und in den USA dürfte es dagegen für das Unternehmen besser gelaufen sein.
Die komplette Terminvorschau für diese Woche finden Sie hier.