Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagGesamtmetall sieht weitere 300.000 Jobs in Gefahr

04.11.2026, 07:29 Uhr

Angesichts der anhaltend schwachen Auftragslage und hoher Produktionskosten in vielen Firmen rechnet der Arbeitgeberverband Gesamtmetall mit einer Beschleunigung des Jobabbaus in der Metall- und Elektroindustrie. "Seit 2019 hat die Deindustrialisierung allein in der Metall- und Elektro-Industrie 350.000 Arbeitsplätze gekostet. Das entspricht einem Wertschöpfungsverlust von jährlich 42 Milliarden Euro für die deutsche Volkswirtschaft. Angesichts der Unterauslastung sind weitere 300.000 Arbeitsplätze allein in der M+E-Industrie in den nächsten zwei bis drei Jahren bedroht", sagte Verbands-Hauptgeschäftsführer Oliver Zander der "Bild"-Zeitung. Das entspreche einem weiteren Wertschöpfungsverlust von 35 Milliarden Euro pro Jahr, betonte Zander demnach. Mit dann nur noch 3,4 Millionen Beschäftigten wäre das laut Zander "der niedrigste Stand seit der Wiedervereinigung 1990".

Zander warnte zugleich die IG Metall davor, angesichts der sich weiter verschlechternden Lage zu einer Eskalation des Tarifkonflikts beizutragen, so die Zeitung weiter. "Die Lage ist katastrophal, die Unternehmen kämpfen vielfach um das Überleben und eine Besserung ist nicht in Sicht. Die IG Metall-Forderung von fünf Prozent für zwölf Monate ist deshalb unverantwortlich", sagte Zander dem Blatt.

Quelle: ntv.de