Der Börsen-TagGold-Investoren bewerten US-Zwischenwahlen
Der Goldpreis bleibt unter Druck. Während Anleger die sich abzeichnenden Ergebnisse der US-Zwischenwahlen vorsichtig bewerten, rutscht er zunächst auf 3900 Dollar ab, zieht dann aber wieder leicht an.
Die entscheidende Frage sei, ob das Wahlergebnis das makroökonomische Umfeld stark genug verändere, um eine Trendwende bei Gold auszulösen, oder ob es einem ohnehin volatilen Anlageumfeld lediglich eine weitere Ebene der Unsicherheit hinzufüge, kommentiert Priyanka Sachdeva von Phillip Nova. Während sinkende Ölpreise eine gewisse Entlastung von den Inflationssorgen böten, begrenzten hohe Renditen von Staatsanleihen, ein relativ fester US-Dollar und die Erwartung einer weiteren Straffung durch die US-Notenbank weiterhin die Erholung des Goldpreises, fügt sie hinzu.
Vor diesem schwachen Hintergrund könnte Klarheit über die Zwischenwahlen allmählich überzeugte Käufer anziehen. Bis dahin dürften es viele Marktteilnehmer vorziehen, an der Seitenlinie abzuwarten, bis größere Gewissheit über die Renditen, den US-Dollar und die Risikostimmung bestehe, bevor sie neues Kapital investieren, so die Analystin weiter.