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HessenAuch Justiz setzt zunehmend auf KI – in strikten Grenzen

05.11.2026, 04:03 Uhr
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(Foto: picture alliance/dpa)

Dank Künstlicher Intelligenz können Bürger leichter selbst Klagen verfassen. Inwiefern verwendet auch Hessens Justiz mehr und mehr KI-Werkzeuge?

Wiesbaden (dpa/lhe) - Hessens Sozialgerichte haben laut dem Richterbund deutlich mehr Arbeit, weil ohne Anwaltszwang mehr Bürger selbst mit Künstlicher Intelligenz (KI) verfasste Schriftsätze einreichen und so Geld sparen. Doch auch die Justiz selbst setzt zunehmend auf die boomende neue Technik – innerhalb strikter Grenzen.

Justizminister Christian Heinz (CDU) teilte der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf den bequemeren Klageweg bei Sozialgerichten mit: "Für die Justiz bedeutet das letztlich mehr Verfahren. Wir antworten darauf ebenfalls mit digitalem Fortschritt und kommen dabei ein gutes Stück voran."

KI erleichtert Fachrecherche für Juristen

Richterinnen und Staatsanwälte nutzen KI, um beispielsweise in den digitalen Rechtsportalen Juris und Beck-Online mit Urteilen, Gesetzen und Fachliteratur zielgerichtet zu recherchieren. Gleichwohl ersetzt dies dem Richterbund in Hessen zufolge nicht die eigene händische Recherche, "die oftmals noch zu vollständigeren und teilweise auch besseren Ergebnissen führt". Richter könnten KI generell nur sehr behutsam einsetzen.

Dennoch kann Künstliche Intelligenz bei verantwortungsbewusstem Umgang mit ihr vielerorts helfen. Minister Heinz nannte noch mehr Neuerungen in Hessens Justiz. Ein "BZR-Buddy" verringere den Schreibaufwand bei Gerichtsakten. Das KI-Programm "JANO" könne zunächst am Landgericht Darmstadt in wenigen Sekunden Schriftstücke anonymisieren. Und bei den "hessischen Staatsanwaltschaften erproben wir derzeit ein KI-Tool, das künftig die riesigen Datenmengen automatisch strukturiert", sagte Heinz. Zudem solle künftig das KI-Werkzeug "MAKI" bei Massenverfahren wie etwa bei Fluggastrechten helfen.

Quelle: dpa

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