Platz 1 im MarktvergleichE-Autos boomen im Geschäft der Neuzulassungen

E-Autos lagen im Oktober bei den Neuzulassungen in Deutschland mit Abstand auf Platz eins.
Gut 94.000 fabrikneue Elektroautos kamen zur Zulassung - 79,5 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg am Mittwoch mitteilte. Sie kamen damit auf einen Marktanteil von 37 Prozent - ein neuer Höchstwert.
Damit lagen reine E-Autos deutlich vor Autos mit Hybrid-Antrieb ohne externe Lademöglichkeit. Letztere kamen auf einen Marktanteil von 26,5 Prozent. Weitere 11,2 Prozent entfielen auf Plugin-Hybride, also Hybrid-Autos mit externer Lademöglichkeit. Zusammengenommen liegen diese beiden Antriebsarten also noch leicht vor E-Autos.
Die Zunahme der Hybrid-Auto-Zulassungen hatte sich in den vergangenen Monaten bereits abgeschwächt. Im Oktober wurden nun sogar weniger Hybride (minus 4,6 Prozent) und Plugin-Hybride (minus 7,9 Prozent) als im Vorjahresmonat verkauft. Die Verkäufe reiner Verbrenner brachen weiter ein, bei Benzinern um 40,5 Prozent und bei Dieseln um 21,6 Prozent. Sie kam noch auf Marktanteile von 15,1 und 9,4 Prozent.
Insgesamt entwickelte sich der Neuwagenmarkt leicht positiv. Die Neuzulassungen stiegen im Vorjahresvergleich um 1,7 Prozent. "Der Markt läuft - aber er läuft vor allem wegen der Prämie", erklärte Constantin Gall, Autoexperte der Beratungsfirma EY, mit Blick auf die E-Auto-Förderung. "Daran wird sich in den nächsten Monaten auch nichts ändern, denn der Fördertopf ist noch längst nicht ausgeschöpft."
"Spannend wird es, wenn das Geld nicht mehr fließt", führte er aus. "Ich gehe davon aus, dass die Elektro-Zulassungen dann wieder deutlich einbrechen, so wie 2024, nachdem die Förderung im Dezember 2023 gestoppt worden war."
Kritisch für die deutschen Hersteller ist laut EY zudem, dass ihre Marktanteile schrumpfen. "Die Neuzulassungen der deutschen Konzernmarken gingen um 2,9 Prozent zurück, während der Gesamtmarkt um 1,7 Prozent wuchs", erklärten die Experten. Am stärksten legten erneut die chinesischen Hersteller zu, die ihre Marktanteile von 5,2 auf 8,4 Prozent steigern konnten.