Der Börsen-Tag

Der Börsen-Tag"Ausverkauf muss nicht von Dauer sein"

04.11.2026, 06:35 Uhr

Die Aussicht auf überraschende Erfolge der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen verschreckt die Anleger und setzt die Märkte unter Druck. Die US-Aktienfutures geben nach, während Staatsanleihen zulegen und der Dollar verliert. In North Carolina eroberte der Demokrat Roy Cooper einen bisher von den Republikanern gehaltenen Senatssitz und versetzte damit Präsident Donald Trump und seiner Partei einen schweren Schlag. Die Demokraten sind zudem auf Kurs, die Mehrheit im US-Repräsentantenhaus zu erlangen.

Anleger bereiten sich zudem auf eine strengere Regulierung in Bereichen wie Künstlicher Intelligenz (KI) sowie auf einen möglichen legislativen Stillstand vor. "Die Märkte scheinen die Möglichkeit eines stärker als erwarteten Abschneidens der Demokraten einzupreisen, was die Erwartungen an weitere Konjunkturimpulse dämpfen könnte", sagt Charu Chanana, Anlagestrategin bei Saxo in Singapur. Der stärkere Rückgang der Nasdaq-Futures spiegele die Sorge wider, dass ein politischer Machtwechsel zu einer schärferen Aufsicht über KI und große Technologiekonzerne führen könnte. "Niedrigere Anleiherenditen könnten jedoch schließlich für eine gewisse Entlastung sorgen, sodass der anfängliche Ausverkauf nicht unbedingt von Dauer sein muss", fügt sie hinzu.

In Tokio gibt der Nikkei-Index 4,5 Prozent auf 60.269,56 Punkte nach und der breiter gefasste Topix notiert 3,2 Prozent niedriger bei 3804,53 Zählern. Der Shanghai Composite bleibt fast unverändert bei 3604,37 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stagniert bei 4.010,35 Punkten.

Quelle: ntv.de