Politik

US-Midterms 2026 im Liveticker+++ 14:56 Expertin mahnt: Demokraten müssen Flügelkämpfe einstellen +++

04.11.2026, 00:01 Uhr
00:00 / 00:35

Nach dem Wahlerfolg bei den Midterms kommt es für die Demokraten nach Ansicht der Politologin Cathryn Clüver Ashbrook nun darauf an, parteiinterne Flügelkämpfe beizulegen. Die Frage laute, ob die Partei die verschiedenen Positionen in einem geordneten Prozess unter einem Dach vereinen könne. "Der inhaltliche Parteizusammenhalt der Demokraten wird die tatsächliche Frage über die nächsten zwei Jahre." Ausdrücklich gehe es dabei auch um radikalere Positionen, sagt die Expertin. "Denn das scheinen die Wähler zu goutieren." Als erfolgreiche Beispiele für den sozialistischen Flügel der Partei zählt Clüver Ashbrook etwa die für New York ins Repräsentantenhaus gewählte Claire Valdez oder der Abgeordnete aus Pennsylvania, Chris Rabb. Clüver Ashbrook zufolge ist dieser Flügel nach wie vor klein. "Es ging bei dieser Wahl um fünf Abgeordnete." In den nächsten zwei Jahren müsse die Partei aber nicht nur einen Generationenwandel vollziehen, sondern auch ein Angebot machen, wie soziale Gerechtigkeit in den USA wiederhergestellt werden könne.

+++ 14:41 Klingbeil frohlockt: "Das stiftet Zuversicht" +++

Vizekanzler Lars Klingbeil gratuliert den Demokraten zu ihrem "Erdrutschsieg". "Das stiftet schon Zuversicht", sagt der SPD-Chef in Berlin. Lange Zeit sei es nur Richtung Rechtspopulismus gegangen. Nun habe sich in den USA die bürgerliche Mitte durchgesetzt. "Unsere Hand ist ausgestreckt." Und dies werde auch immer so bleiben.

+++ 14:21 Trump schuld an Wahlpleite? Jäger: "MAGA ist zu Ende" +++

Nach der Wahlschlappe Donald Trumps prophezeit der Politologe Thomas Jäger das Ende der MAGA‑Bewegung. Den Grund für die Niederlage schreibt der Experte einzig dem US-Präsidenten zu, der "allein dafür verantwortlich ist, dass die wirtschaftlichen Bedingungen für die meisten Amerikaner schlechter geworden sind".

+++ 13:57 Bericht: Kalifornier lehnen Steuer für Superreiche ab +++

Die Menschen im Bundesstaat Kalifornien erteilen dem Vorschlag einer Steuer für Superreiche laut US-Medien eine Absage. Die "Los Angeles Times" berichtet, bei der Volksabstimmung über eine neue Steuer für Kaliforniens Milliardäre zeichne sich eine Niederlage ab. Die Kalifornier konnten darüber abstimmen, ob Superreiche eine einmalige Steuer von fünf Prozent auf ihr Vermögen zahlen sollen. Hinter dem Vorstoß mit dem Titel "Proposition 40" (Vorschlag 40) standen die Demokratische Partei in dem Bundesstaat, verschiedene Gewerkschaften und der linksgerichtete US-Senator Bernie Sanders. Der Erlös sollte in das Gesundheitssystem Medicare für Ältere und Bedürftige fließen. Betroffen wären rund 200 Milliardäre.

+++ 13:48 Moskau hofft, dass Trump trotz Wahldebakel "Friedensbemühungen" fortsetzt +++

Die russische Führung hofft drauf, dass US-Präsident Donald Trump trotz der Wahlschlappe seiner Partei bei den Zwischenwahlen an seinem Kurs im Ukraine-Krieg festhält. "Wir setzen fest darauf, dass er seine Friedensbemühungen fortsetzt", sagt Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow. Trump hat zuletzt wiederholt den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj massiv kritisiert und zum Rücktritt aufgefordert. Zudem hatte der US-Präsident kurz vor den Zwischenwahlen überraschend einen Diesel-Deal mit Russland geschlossen und dafür Sanktionen gegen das Land ausgesetzt. Der Kreml, der 2022 den Überfall auf die gesamte Ukraine befahl, hat bisher keine ernsthaften Absichten für einen Friedensschluss erkennen lassen.

+++ 13:30 Washington D.C. stimmt für Verbot von Enten- und Gänsestopfleber +++

Nicht nur Abgeordnete und Gouverneure werden bei den Midterms bestimmt. Auch viele andere Themen stehen in einzelnen Bundesstaaten auf der Agenda. Eine solche Entscheidung gibt es in Washington D.C. (das kein regulärer Bundesstaat ist). Die Bürger der US-Hauptstadt stimmen US-Medienberichten zufolge mit großer Mehrheit für das Verbot von Herstellung und Verkauf von Enten- und Gänsestopfleber. Unter dem französischen Namen "foie gras" ist die Delikatesse auch in den USA bekannt. Zur Herstellung wird Enten und Gänsen massenhaft kalorienreiche Nahrung durch ein Rohr in den Magen gepresst. Das lässt die Leber stark anschwellen und ihren Fettgehalt steigen. Die Herstellung von foie gras ist in Deutschland verboten, Verkauf und Import nicht.

+++ 13:21 "Kaum für möglich gehaltenes" Wahlbeben erschüttert Trump +++

Die Demokraten fahren in den Midterm-Wahlen in den USA einen deutlichen Sieg ein. ntv-Korrespondent Peter Kleim schildert die Stimmung bei Anhängern beider Parteien und blickt auf die Reaktion Donald Trumps.

+++ 13:06 Diese Aktien profitieren von Trumps Niederlage +++

Der Sieg der Demokraten bei den Zwischenwahlen gibt den europäischen Aktienmärkten Auftrieb. Vor allem Banken- und Ökostrom-Werte profitieren von der Hoffnung auf eine veränderte Politik der USA. Dax und EuroStoxx50 notieren gegen Mittag jeweils rund 1,5 Prozent höher. Der Bankensektor ist mit einem Plus von fast 4,5 Prozent der größte Gewinner. "Da der Kongress nun in den Händen der Demokraten ist, sind die Möglichkeiten der US-Regierung begrenzt, europäischen Banken in den USA Auflagen aufzuerlegen oder Sanktionen gegen sie zu verhängen", erläutert Michael Field, Aktienstratege bei Morningstar. Stark gefragt sind zudem Aktien von Unternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien, die unter der Politik von Präsident Trump gelitten hatten. Die Papiere der Branchenführer Vestas, Orsted und Nordex legen um rund 5,5 bis 7,5 Prozent zu.

+++ 12:51 In Alaska tobt ein Kopf-an-Kopf-Rennen +++

Zu den spannenden offenen Rennen bei dieser Wahl gehört die Senatswahl in Alaska. Die hatte im Vorfeld für Schlagzeilen gesorgt, weil dabei ein Mann antritt, der (fast) denselben Namen trägt wie Amtsinhaber Dan S. Sullivan. Dieser liegt nach derzeitigem Stand knapp vor der demokratischen Herausforderin Mary Peltola. Bis zum Endergebnis könnte es aber noch eine Weile dauern. Laut "New York Times" muss noch etwa ein Viertel der Stimmen ausgezählt werden. Demnach bleibt Sullivan hinter den Ergebnissen von Trump bei der Wahl 2024 zurück. Beim Großteil der verbleibenden Stimmen handelt es sich laut der Zeitung um Briefwahlstimmen. Es werde erwartet, dass diese Stimmen eher zugunsten von Peltola ausfallen, heißt es weiter. Die Wahlprognose der "New York Times" tendiert daher "leicht zugunsten von Peltola", auch wenn es "Unsicherheitsfaktoren" gebe.

+++ 12:29 Veto: Trump will gegen Demokraten die "ultimative Macht" einsetzen +++

US-Präsident Donald Trump will von seinem Veto-Recht Gebrauch machen, um in seiner restlichen Amtszeit weiter die Politik zu gestalten. Er verfüge über diese "ultimative Macht", sagt er im Gespräch mit dem Portal "Politico". Zugleich kündigt er an, mit den Demokraten zusammenarbeiten zu wollen. "Ich will nicht nur für zwei Jahre dasitzen und gegen alles ein Veto einlegen." Die demokratische Mehrheit in beiden Parlamentskammern der USA dürfte Trump das Regieren in den letzten zwei Jahren seiner Amtszeit erschweren. Als Präsident darf er gegen Gesetze sein Veto einlegen. Um ein Veto des Präsidenten zu überstimmen, braucht es in beiden Kongresskammern die Stimmen von jeweils zwei Dritteln der Mitglieder, die die Demokraten nicht erreichen.

Zuvor hatte Trump auf seiner Plattform Truth Social ein Bild einer roten Kappe gepostet, wie sie auch für seine "Make America Great Again"-Bewegung typisch ist. Auf der Kappe ist groß das Wort "Veto" zu sehen.

+++ 12:17 Demokraten erobern Gouverneursamt in Nevada +++

Die Demokraten gewinnen Hochrechnungen zufolge das Gouverneursamt im US-Bundesstaat Nevada. Der demokratische Kandidat Aaron Ford setzt sich gegen den republikanischen Amtsinhaber Joe Lombardo durch, wie die Nachrichtenagentur AP auf Grundlage von Wählerbefragungen und Stimmauszählungen berichtet. Zuvor haben die Demokraten den Republikanern bereits Gouverneursposten in Texas, Georgia, Ohio und Iowa abgenommen. In Georgia kommt mit Keisha Lance Bottoms erstmals eine Frau und erstmals eine Schwarze ins Amt. Erstmals seit 16 Jahren stellen die Demokraten wieder mehr Gouverneure als die Republikaner, wie der US-Sender NBC News berichtet.

+++ 12:05 "Der Streit bei den Demokraten hat schon begonnen" +++

Auf die krachende Niederlage der Republikaner bei den Midterms reagiert US-Präsident Trump "für viele überraschend", wie ntv-Korrespondent Gordian Fritz erklärt. Bei den triumphalen Demokraten bricht im Siegestaumel derweil bereits Streit aus.

+++ 11:51 Trump-Media-Aktie bricht nach Zwischenwahlen ein +++

Truth Social ist Donald Trumps Plattform, auf der er permanent seine Meinung zu allen möglichen Themen herausposaunt, nicht selten in Großbuchstaben. Besitzer der Plattform ist das Unternehmen Trump Media, das mit einem Kernfusionsunternehmen fusioniert. Im vorbörslichen Handel gibt die Firma nach dem desaströsen Abschneiden der Republikaner bei den Zwischenwahlen um mehr als 6 Prozent nach.

+++ 11:31 Spaniens Regierungschef: "Die ultrarechte Welle zerfällt" +++

Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez sieht nach den US-Zwischenwahlen die weltweite ultrarechte Welle im Zerfall. "Es ist in Brasilien passiert. Es ist gerade in den USA passiert. Und es wird bald auch in Spanien passieren", erklärt er auf X. "Die ultrarechte Welle, auf der auch (Alberto Núñez) Feijóo und (Santiago) Abascal surfen wollen, wächst nicht mehr: Sie zerfällt", betont der sozialistische Regierungschef unter Bezug auf die Vorsitzenden der konservativen Volkspartei PP und der ultrarechten Vox-Partei. Die Gesellschaft in den USA habe bei der Wahl "gegen eine Politik gestimmt, die nur zur Verarmung führt. Gegen Hass. Gegen Machismo. Gegen Klimaleugnung und gegen die Privilegien der Eliten", so Sánchez. Ende November wird in Spanien ein neues Parlament gewählt.

+++ 11:18 Trump: Belastung durch Iran-Krieg - aber: "Würde es wieder tun" +++

"Ich denke, zum Teil lag es am Iran", begründet Präsident Trump in einem Interview mit dem Sender Fox News die massiven Verluste seiner Republikaner. "Der Iran war ein Teil davon", sagt er auch dem "Wall Street Journal". Dennoch verteidigt Trump sein Vorgehen, trotz seines Wahlkampfversprechens, keine neuen Kriege von Zaun zu brechen, den Iran militärisch angegriffen zu haben. "Ich habe das Richtige getan", sagt er dem "Wall Street Journal". "Ich würde es wieder tun."

+++ 11:07 Latinos, junge Leute: Diese Wähler schadeten Trump +++

An den großen Verlusten der Republikaner sind Analysen zufolge einige Wählergruppen besonders beteiligt, die teils vor zwei Jahren noch Trump ihre Stimme gegeben haben.

  • Junge Wähler: Bei der Abstimmung über das Repräsentantenhaus entschieden sich mehr als 70 Prozent der 18- bis 29-Jährigen für die Demokraten. In keiner anderen Altersgruppe ist der Unterschied zu den Republikanern (25 Prozent) so deutlich.

  • Latinos: Viele hispanische Wähler stimmten für demokratische Kandidaten für den Einzug ins Repräsentantenhaus. Fast zwei Drittel (62 Prozent) der Stimmen von Hispanics, also US-Bürgern mit Wurzeln in spanischsprachigen Ländern, entfielen den Angaben nach auf demokratische Kandidaten für diese Parlamentskammer.

  • Schwarze: Sie entschieden sich mit überwältigender Mehrheit für demokratische Kandidaten für das Repräsentantenhaus. Nur neun Prozent machten laut Umfrage ihr Kreuz für die Republikaner.

  • Arbeiter: Die "New York Times" beobachtete zudem landesweit eine Verschiebung zugunsten der Demokraten in Regionen mit überwiegend weißen Wählern aus der Arbeiterschicht - die bisher ein wichtiger Teil von Trumps Wählerbasis war.

+++ 10:56 Diese Demokraten sagen Trump jetzt den Kampf an +++

Überall in Amerika feiern die Demokraten ihren Erdrutschsieg gegen US-Präsident Trump und dessen Republikaner. In ihren Siegesreden rechnen sie mit den "Feiglingen im Kongress" und dem " gescheiterten und einflusslosen Präsidenten" Trump ab.

+++ 10:47 Dollar rutscht nach demokratischen Erfolgen ab +++

Nach den massiven Zugewinnen der Demokraten bei den Zwischenwahlen gibt der US-Dollar nach. Dagegen profitieren Volkswirtschaften, die besonders stark von den Handelskriegen von Präsident Trump betroffen sind. So legen etwa der Euro, der kanadische Dollar und der mexikanische Peso gegenüber dem Dollar zu.

+++ 10:39 Peking strebt nach Wahl "konstruktive, strategisch stabile Beziehungen" zu USA an +++

China bekräftigt nach den Zwischenwahlen seine Bereitschaft zu einer Zusammenarbeit mit den USA. "Die Zwischenwahlen sind eine interne Angelegenheit der USA", sagt eine Sprecherin des chinesischen Außenministeriums. "China ist gewillt mit den USA weiter zusammenzuarbeiten, um den wichtigen Konsens, den die beiden Staatschefs erreicht haben, zu bewahren und zu implementieren", fügt sie mit Blick auf Vereinbarungen zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping hinzu. Es gehe darum, die Kommunikation zu stärken, mit Differenzen umzugehen und die Zusammenarbeit auszubauen. Ziel seien "konstruktive, strategisch stabile Beziehungen zwischen China und den USA auf Grundlage der Prinzipien Respekt, Fairness und Gegenseitigkeit".

+++ 10:27 Demokraten gelingt historischer Erfolg im Repräsentantenhaus +++

Nach Angaben des US-Senders NBC News gewinnen die Demokraten im Repräsentantenhaus so viele Sitze wie seit 1993 nicht mehr. Damals gelangt Bill Clinton ein großer Sieg bei den Präsidentschaftswahlen gegen George Bush. Laut NBC erhält die Demokratische Partei 258 Sitze in der Kongress-Kammer. 2009 stellten sie 257 Sitze, damals wurde Barack Obama zum Präsidenten.

+++ 10:13 Wird Trump zur "lahmen Ente" - oder zur "angry duck"? +++

US-Präsidenten, deren Amtszeit abläuft oder denen der Rückhalt im Kongress fehlt, werden wegen ihres Machtverlusts oft als "lame duck" (lahme Ente) bezeichnet. Auch Donald Trump wird nach der massiven Niederlage der Republikaner bei den Zwischenwahlen bereits so bezeichnet. Die SPD-Außen- und Sicherheitspolitikerin Siemtje Möller hält es aber für möglich, dass Trump sich jetzt stark auf die Außenpolitik konzentriert. "Es bleibt zu hoffen, dass es keine 'angry duck' (wütende Ente) wird, (...) sodass wir unter den Folgen auch in Europa zu leiden haben", sagt die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion im ARD-"Morgenmagazin". Möller verweist auf die starke Stellung des US-Präsidenten in der Außenpolitik.

+++ 10:01 AfD spricht von Rückschlag - hält aber weiter zu Trump +++

AfD-Außenpolitiker Markus Frohnmaier wertet die Niederlage der US-Republikaner bei den Kongresswahlen als Rückschlag. "Mit den Republikanern teilen wir große weltanschauliche Schnittmengen und Zielsetzungen", sagt der außenpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion der Nachrichtenagentur AFP. Dies gelte insbesondere "im Bereich der Verteidigung unserer kulturellen und nationalen Identitäten, der Migrationsabwehr und dem Kampf gegen linke Ideologien". Der Machtwechsel im Kongress ändere aber nichts an der Tatsache, "dass Donald Trump und seine Administration weiterhin die Regierung bilden". Die Außenpolitik der Vereinigten Staaten werde "weiterhin maßgeblich vom Präsidenten bestimmt", so Frohnmaier. Er weist darauf hin, dass auch die AfD Kritik an einigen Positionen der Trump-Regierung übe: "Bei Zöllen oder der amerikanischen Iran-Politik gibt es klare Differenzen."

+++ 09:49 Mississippi: 43 Stimmen trennen Kontrahenten +++

In Mississippi zeichnet sich ein äußerst spannendes Rennen um einen Senats-Sitz ab: Der Demokrat Scott Colom kann bisher 462.821 Stimmen für sich verbuchen. Cindy Hyde-Smith von den Republikanern kommt auf 462.778 Stimmen - also nur ein Unterschied von 43 Stimmen. Beide kommen auf 48,9 Prozent. Ihren Anhängern versichert Hyde-Smith dennoch, dass sie "derzeit deutlich in Führung" sei. "Und ich versichere Ihnen: Ich werde weiterhin Ihre US-Senatorin sein." Ein unabhängiger Kandidat erhält demnach nach jetzigem Stand 2,1 Prozent der Stimmen. Ausgezählt sind laut dem Sender NBC 95,6 Prozent der Stimmen. Kein US-Sender hat bisher einen Sieger prognostiziert.

+++ 09:39 Quittung für Trump: Hier triumphieren die Demokraten +++

Bei den Midterms in den USA werden die kühnsten Träume der Demokraten wahr: Einen Bundesstaat nach dem anderen erobern sie aus den Händen von Trumps Republikanern. ntv-Reporterin Lena Feuser gibt in Zahlen, Fakten und Karten einen Überblick zur "blauen Welle", die die USA überrollt.

+++ 09:26 Iran reagiert auf Trumps Wahldebakel - und droht mit "Albtraum" +++

Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf sieht in der US-Wahl eine Absage der Bürger an den Krieg mit seinem Land. "Die Amerikaner haben 'NEIN ZUM KRIEG' gesagt, und wir unterstützen diese Botschaft", schreibt Ghalibaf bei X. Die Regierung in Washington dürfe den Willen der Öffentlichkeit nicht ignorieren und den Iran daher nicht angreifen. Sollte sie den Willen der Bevölkerung missachten, um "internationalen Geldgebern und Erpressern" zu dienen, werde die US-Führung erfahren, dass das iranische "NEIN" mit einem Albtraum einhergehe.

+++ 09:17 Tech-Riesen verlieren im vorbörslichen Handel +++

Die krachende Niederlage der Republikaner von US-Präsident Donald Trump bei den Zwischenwahlen befeuert die Sorge um den geplanten massiven Neubau von Rechenzentren im Land. Die US-Börsen steuern auf ein Minus beim Handelsbeginn zu: Im vorbörslichen Handel gehen die Kurse der Tech-Riesen Microsoft, Google und Amazon zurück. Besonders stark verliert SpaceX von Trump-Intimus Elon Musk. Das Lager des Präsidenten hat wichtige Hochburgen wie Texas verloren, wo die Ämter des Senators und des Gouverneurs an demokratische Politiker gingen, die sich für eine strengere Regulierung von Rechenzentren einsetzen. "Es muss unverzüglich ein Moratorium für Rechenzentren verhängt werden", hatte die künftige Gouverneurin Gina Hinojosa im Wahlkampf angekündigt.

Mehr zu den Auswirkungen der Zwischenwahlen lesen Sie im Börsen-Tag.

+++ 09:09 Politologe: "Trumps konzilianter Ton ist erstaunlich" +++

Die Demokraten erobern die Mehrheit in Repräsentantenhaus und Senat - und können nun nach Belieben Gesetze verabschieden. Ein Trugschluss, meint Politologe Stefan Fröhlich. Er erklärt, vor welchen Problemen die Demokraten trotz des deutlichen Wahlsieges stehen.

+++ 08:59 Demokraten nehmen Republikanern vier Gouverneursposten ab +++

Die Zwischenwahl war nicht nur mit Blick auf den US-Kongress spannend. Auch mehrere Gouverneure der Bundesstaaten mussten sich zur Wahl stellen. Den Demokraten gelangen auch hier mehrere Triumphe: In Texas, Georgia, Ohio und Iowa nahmen sie den Republikanern den Posten ab. Erstmals seit 16 Jahren stellen die Demokraten damit wieder mehr Gouverneure als die Republikaner, wie der US-Sender NBC News berichtet.

+++ 08:52 AOC verteidigt ihren Abgeordnetensitz +++

Dieser Sieg ist keine Überraschung: Alexandra Ocasio-Cortez, eine der bekanntesten Vertreterinnen des linken Flügels der Demokraten, verteidigt ihr Mandat problemlos gegen ihren republikanischen Gegner Diamant Hysenaj. Die 37-Jährige liebäugelt schon länger mit einer Präsidentschaftsbewerbung 2028. "AOC", wie sie sich kurz nennt, ist Social-Media-Star, ihr folgen Millionen Menschen. Sie kämpft für Umweltschutz und eine linke Sozialpolitik und wirft Israel einen "Genozid" im Gazastreifen vor.

+++ 08:48 Wähler in Virginia schützen gleichgeschlechtliche Ehe +++

Die Wähler in Virginia stimmen für eine Änderung der Staatsverfassung zum Schutz der gleichgeschlechtlichen Ehe. Das prognostiziert der US-Sender CNN. Mit der Änderung wird demnach eine Formulierung aus der Verfassung gestrichen, wonach die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau geschlossen werden muss. Zudem werde eine Formulierung hinzugefügt, die es dem Staat untersagt, die Eheschließung aufgrund des Geschlechts der Partner zu verweigern. Zwar schützt derzeit ein Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA die gleichgeschlechtliche Ehe im ganzen Land. Doch sollte diese Entscheidung aufgehoben werden, hätte die Verfassung von Virginia ein Verbot möglich gemacht.

+++ 08:38 "Blauer Tsunami" überrollt Trumps Republikaner +++

Die Hoffnung der Demokraten vor den Midterms war groß, doch Skepsis lag über den vielversprechenden Umfragen. Nun aber zeichnet sich Gewissheit ab: Die Wahlnacht beschert Trumps Republikanern eine heftige Niederlage nach der anderen.

+++ 08:30 Demokrat an Republikaner: "Nehmt euch Anwälte" +++

Die Demokraten machen nach ihrem Wahltriumph den Republikanern eine klare Ansage. "Nehmt euch Anwälte", schreibt der demokratische Abgeordnete im US-Repräsentantenhaus, Robert Garcia, auf X. Der Demokrat aus Kalifornien macht klar, dass seine Partei ihre neuen Mehrheiten im Senat und im Repräsentantenhaus auch für Untersuchungen gegen US-Präsident Trump und dessen Regierung nutzen wolle. Garcia sitzt im mächtigen Kontrollausschuss des Repräsentantenhauses.

+++ 08:22 SPD-Politiker Ahmetovic erwartet nach Wahl Großangriff auf den Iran +++

Der außenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Adis Ahmetovic, fürchtet nach den Zwischenwahlen einen neuen Großangriff der USA und Israels gegen den Iran. "Mit Netanjahu und Trump, so angeschossen wie beide jetzt sind, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass wir in den nächsten Tagen und Wochen möglicherweise etwas erleben, das uns nicht hilft", sagt er im ntv Frühstart. Angesprochen darauf, ob er mit einem solchen Angriff rechne, sagte er: "Ich würde es nicht kategorisch ausschließen." Der SPD-Außenpolitiker betont: "Der Krieg gegen den Iran war, ist und bleibt falsch, er ist völkerrechtswidrig."

+++ 08:15 Obama: Wahl ist "deutliche Botschaft" des Volkes +++

Der ehemalige US-Präsident Barack Obama nennt den klaren Sieg der Demokraten bei den Zwischenwahlen eine "deutliche Botschaft" des amerikanischen Volks. "Sie wollen eine Politik, die Menschen zusammenbringt und nicht auseinandertreibt, und Anführer, die konkrete Lösungen für ihre Probleme anbieten", schreibt Obama bei X. "Diese Regierung ist noch zwei Jahre im Amt, aber unsere Aufgabe ist es jetzt, die Ärmel hochzukrempeln, Veränderungen vorzunehmen, wo immer wir die Macht dazu haben, weiteren Schaden zu verhindern und das Fundament für die Zukunft zu legen", so der Demokrat.

+++ 08:09 Abdul El-Sayed wird laut Prognosen erster muslimischer Senator +++

Im besonders beachteten Rennen um einen Senatssitz im Bundesstaat Michigan setzt sich laut Prognosen mehrerer US-Sender der Demokrat Abdul El-Sayed durch. Der wiederholt von Präsident Donald Trump scharf attackierte 42-Jährige gewinnt demnach gegen den Republikaner Mike Rogers. Sollten sich die Prognosen bestätigen, würde El-Sayed der erste muslimische US-Senator. Er zählt zum progressiven Flügel seiner Partei, hat sich kritisch zu Israel geäußert und unterstützt politische Projekte, die in den USA als weit links angesiedelt gelten, wie eine allgemeine Krankenversicherung. Sein Sieg dürfte dem linken Flügel der Demokraten mit Blick auf die Präsidentschaftswahl 2028 einen Schub geben.

+++ 08:01 "Rechenzentren im Weltraum" - Elon Musk reagiert auf Wahlausgang +++

Auch Elon Musk, der die Republikaner mit vielen Millionen Dollar im Wahlkampf unterstützt hat, äußert sich zu den erdrutschartigen Siegen der Demokraten im Repräsentantenhaus und im Senat. "Rechenzentren im Weltraum erscheinen mir im Moment ziemlich attraktiv", schreibt er auf der Plattform X, die ihm gehört. Er spielt damit auf die siegreichen Demokraten an, die die KI-freundliche Politik von US-Präsident Trump ausbremsen könnten. In einem weiteren Beitrag witzelt Großspender Musk: "Anscheinend haben meine wahlbeeinflussenden Weltraumlaser diesmal nicht funktioniert."

+++ 07:53 Diese historischen Siege erringen die Demokraten +++

Wie sensationell die Demokraten die Zwischenwahl gewonnen haben, ist an den historischen Siegen zu erkennen, die sie erringen. So wählen mindestens sechs Bundesstaaten ihren ersten demokratischen Senator seit Jahrzehnten:

  • In Kansas wird Adam Hamilton zum ersten demokratischen Senator seit 1932 gewählt.

  • In Texas und Maine haben die Wähler seit 1988 keinen Demokraten mehr gewählt.

  • In South Carolina ist dies seit 1998 nicht mehr der Fall.

  • In Iowa und North Carolina haben die Wähler zuletzt 2008 einen demokratischen Senator gewählt.

+++ 07:45 Talarico: "Das letzte Aufheulen eines sterbenden Establishments" +++

James Talarico gewinnt sensationell einen Senatssitz in Texas. In seiner Siegesrede sagt er, sein Sieg habe "bewiesen, dass all das Geld der Welt den Menschen in Texas nicht gewachsen ist". Er spricht davon, wie er gegen Hunderte Millionen Dollar an Angriffsanzeigen der Republikaner triumphiert habe, und nennt die Angriffe "das letzte Aufheulen eines sterbenden Establishments". Er fügt hinzu, dass Amerikas wirtschaftliches und politisches System kaputt sei. "Das liegt daran, dass die mächtigsten Menschen der Welt es so wollen."

+++ 07:30 Pressestimmen: "Für Republikaner ein regelrechtes Gemetzel" +++

Internationale Pressestimmen zur Wahl:

  • "The Atlantic" aus den USA: "Trump ist gezwungen worden, sich seiner politischen Vergänglichkeit zu stellen. Er forderte die Wähler auf, diese Zwischenwahlen zu einem Referendum über ihn zu machen, sich vorzustellen, sein Name stünde auf dem Stimmzettel. Sie haben ihm zugehört - und ihm eine Absage erteilt."

  • "Sydney Morning Herald" aus Australien: "Ein Ende der turbulenten Trump-Ära in der amerikanischen Politik ist in Sicht. Der Ausgang der Wahlen wird bestimmen, wie sich die kommenden zwei Jahre gestalten. Die Umfragen legen nahe, dass wir den Höhepunkt von Trump wahrscheinlich bereits erlebt haben."

  • "Reforma" aus Mexiko: "Bei den Zwischenwahlen erlebten die Vereinigten Staaten einen regelrechten demokratischen Tsunami."

  • "El País" aus Spanien: "Für die Republikaner war es ein regelrechtes Gemetzel, eine herbe Abstrafung des US-Präsidenten und ein historischer Abend. (...) Angetrieben vom Überdruss der Wähler angesichts einer chaotischen Präsidentschaft voller gebrochener Versprechen, schlug die Opposition mit Wucht gegen Trump zurück - wie ein Kämpfer, der sich nach einer Niederlage wieder aufgerappelt hat. Die Umfragen sagten eine 'blaue Welle' voraus, doch (...) ein regelrechter Tsunami fegte schließlich über die republikanischen Küsten hinweg."

+++ 07:18 "Die Sensation für die Demokraten ist in Texas perfekt" +++

Die Midterms werden zum Siegeszug für die Demokraten. Im derzeit stark den Republikanern zugewandten Staat Texas holt der demokratische Kandidat James Talarico einen Senatssitz. ntv-Reporterin Hanna Klouth berichtet von "vorsichtigem Optimismus" und Autokorsos.

+++ 07:09 Einwanderer-Kind Xavier Becerra wird neuer Gouverneur von Kalifornien +++

Kalifornien bleibt - wenig überraschend - in demokratischer Hand: Xavier Becerra gewinnt Hochrechnungen zufolge die Gouverneurswahl. Der Sohn mexikanischer Einwanderer setzt sich gegen den Republikaner Steve Hilton durch, wie die Nachrichtenagentur AP auf Grundlage von Wählerbefragungen und Stimmauszählungen meldet. Er wird der erste hispanische Gouverneur. Mit rund 40 Millionen Einwohnern ist Kalifornien der bevölkerungsreichste Bundesstaat der USA, etwa 40 Prozent der Bevölkerung sind Latinos.

+++ 07:01 Trump gratuliert Demokraten: "Haben gute Arbeit geleistet" +++

Nach der massiven Niederlage bei den Midterms gratuliert Präsident Trump den Demokraten zum Sieg. "Nun, ich sage Folgendes: Herzlichen Glückwunsch an die Demokraten. Sie haben gute Arbeit geleistet", sagt Trump bei Fox News. Die Demokraten hätten lange auf diesen Moment hingearbeitet. Als persönliche Niederlage sieht Trump die Schlappe nicht: "Ich stand nicht auf dem Wahlzettel".

+++ 06:57 Demokratischer Fraktionschef will Verantwortliche für Korruption "zur Rechenschaft ziehen" +++

Hakeem Jeffries wird aller Voraussicht nach neuer Sprecher des Repräsentantenhauses, das künftig von den Demokraten dominiert wird. Und er sagt den Republikanern den Kampf an: "Wir werden diejenigen zur Rechenschaft ziehen, die diesem Land beispiellose Korruption zugefügt haben", sagt er vor Anhängern. "Denn wenn Menschen in hohen Ämtern so sehr darauf bedacht sind, sich selbst, ihre Familienangehörigen, ihre Freunde oder ihre Spender zu bereichern, dann konzentrieren sie sich nicht darauf, das Leben der amerikanischen Bevölkerung zu verbessern." Weiter sagte Jeffries: "Das amerikanische Volk hat gesprochen und deutlich gemacht, dass es genug vom Extremismus und genug von der Korruption hat."

+++ 06:51 Tennessee bekommt erstmals eine Gouverneurin +++

Tennessee bekommt erstmals in der Geschichte eine Frau als Gouverneurin. Senatorin Marsha Blackburn, eine Verbündete Trumps, setzt sich laut Associated Press mühelos gegen ein großes Feld von Mitbewerbern durch, zu denen auch Jerri Green, eine demokratische Stadträtin aus Memphis, sowie zwei unabhängige Kandidaten gehören.

+++ 06:41 Fritz: Trump lässt mit "bemerkenswertem Satz" aufhorchen +++

Die Demokraten verzeichnen einen massiven Erfolg bei den Midterms. US-Präsident Donald Trump äußert sich am Wahlabend lediglich in einem Telefoninterview zur krachenden Niederlage. Einige der Aussagen überraschen ntv-Korrespondenten Gordian Fritz.

+++ 06:37 Erste indigene Frau zur Gouverneurin gewählt +++

Deb Haaland war bereits die erste indigene Ministerin der USA - unter US-Präsident Joe Biden leitete sie das Innenressort. Nun wird die Demokratin als erste indigene Frau in der Geschichte der USA zur Gouverneurin gewählt. Haaland setzte sich im Bundesstaat New Mexico gegen den Republikaner Gregg Hull durch, wie die Nachrichtenagentur AP auf Grundlage von Wählerbefragungen und Stimmauszählungen berichtet. Ihr Wahlsieg war in Umfragen vorhergesagt worden.

+++ 06:27 Trump macht Fox News für Verluste mitverantwortlich +++

In einem Eintrag auf seinem Netzwerk Truth Social schimpft US-Präsident Trump über seinen Stammsender Fox News. Konkret beschwert er sich, dass dort der demokratische Ex-Bürgermeister von New York City auftritt: "Warum lässt Fox News Bill de Blasio, den schlechtesten Bürgermeister in der Geschichte von New York City, im Fernsehen auftreten, wo er wie ein Wahnsinniger schimpft und tobt?", schreibt Trump. Dieser habe "die Stadt in Schande verlassen, und der Schaden, den er angerichtet hat, ist unermesslich". Zugleich macht Trump den Sender für die massiven Verluste der Republikaner bei der Zwischenwahl verantwortlich: "Fox News trägt die Verantwortung für diese Verluste, indem der Sender ständig und konsequent die 'Dummokraten'-Opposition und noch Schlimmeres in den Vordergrund stellt." Tatsächlich bekommt Trump bei Fox News wesentlich mehr Sendezeit als bei anderen Nachrichtensendern in den USA.

+++ 06:15 Republikanerin Susan Collins fliegt nach 30 Jahren aus dem Senat +++

Die Demokraten erobern auch den seit Jahrzehnten von der Republikanerin Susan Collins gehaltenen Senatssitz im Bundesstaat Maine. Die 73-Jährige, die erstmals 1996 in den Senat gewählt wurde, räumt ihre Niederlage gegen den Demokraten Troy Jackson ein. Collins ist Vertreterin des moderat-konservativen Flügels ihrer Partei. Doch auch sie sah sich konfrontiert mit der Wut der Wähler über die Folgen von Trumps Iran- und Zollpolitik, die die Preise für Lebensmittel und Benzin in die Höhe trieb und den für Maine wichtigen Tourismus belastete.

+++ 06:10 Erstmals Indigene in den Senat gewählt +++

Die Demokratin Peggy Flanagan wird die erste Indigene im US-Senat. Das meldet die "New York Times". Bisher ist Flanagan Vizegouverneurin von Minnesota, sie löst im Senat die in den Ruhestand tretende Senatorin Tina Smith ab. Bei der Wahl setzt sie sich mit deutlichem Vorsprung gegen ihre republikanische Konkurrentin Michele Tafoya durch. Flanagan trat im Wahlkampf als Progressive auf und versprach, die Militärhilfen für Israel zu kürzen, das System zur Durchsetzung der Einwanderungsgesetze abzubauen und neu zu gestalten sowie für das als "Medicare for all" bekannte universelle Gesundheitssystem zu kämpfen. Derweil wird Amy Klobuchar die erste Gouverneurin von Minnesota.

+++ 05:30 Sensation in Kansas: Demokrat wird Senator +++

In Kansas nimmt der Demokrat Adam Hamilton dem Republikaner Roger Marshall den Senatssitz ab. Das ist eine Sensation, auch wenn sie nicht komplett unerwartet kommt. Seit 1939 waren die beiden Senatssitze des Bundesstaats fest in republikanischer Hand.

+++ 05:19 Ohio geht auch an Demokraten - Mehrheit im Senat so gut wie sicher +++

In Ohio gewinnt der demokratische Kandidat Sherrod Brown, prognostiziert AP. Damit haben die Demokraten die Mehrheit auch in der zweiten Kongresskammer mit großer Sicherheit erobert. Ohio war zuletzt fest in republikanischer Hand.

+++ 05:16 Republikanischer Gouverneur räumt Niederlage ein +++

Der texanische Gouverneur von Texas, Greg Abbott, ist abgewählt. Der Republikaner sagt, er habe die demokratische Kandidatin Gina Hinojosa angerufen, um seine Niederlage einzuräumen. Seit 20 Jahren hatte Texas durchgehend republikanische Gouverneure. Die "New York Times" nennt den Sieg der Demokratin eine "tektonische Erschütterung". Hinojosa wird die erste Latina an der Spitze des südlichen Bundesstaats sein.

+++ 05:10 Trump sagt, er werde das Wahlergebnis akzeptieren +++

Trump will die Ergebnisse der Kongresswahlen akzeptieren, sagt er der "New York Times". "Wir werden mit den Demokraten arbeiten, und wir werden uns freuen, mit ihnen zu arbeiten." Wie bereits zuvor auf Truth Social (siehe Eintrag 04.46 Uhr) schob er die republikanische Wahlniederlage darauf, dass er selbst nicht zur Wahl stand.

+++ 05:04 Jeffries dürfte erster schwarzer Sprecher des Repräsentantenhauses werden +++

Mit dem Sieg der Demokraten im Repräsentantenhaus wird der Abgeordnete Hakeem Jeffries aus New York erster schwarzer Sprecher dieser Parlamentskammer in der Geschichte des US-Kongresses, wenn seine Fraktion ihn dazu bestimmt. Jeffries war bislang Chef der Demokraten im Repräsentantenhaus. Gegenkandidaten gegen ihn gibt es bislang nicht.

+++ 04:56 Ramaswamy wird nicht Gouverneur von Ohio +++

Die Demokratin Amy Acton hat den Republikaner Vivek Ramaswamy im Rennen um das Gouverneursamt von Ohio geschlagen, prognostiziert NBC News. Ramaswamy, der von Trump unterstützt wurde, hatte in seinem Wahlkampf auf eine Schmutzkampagne gegen Acton gesetzt.

+++ 04:46 Trump bricht sein Schweigen +++

Auf Trumps Truth-Social-Account, wo der Präsident mitunter im Minutentakt Statements, Beschimpfungen oder Wutausbrüche veröffentlicht, wurde mehr als dreieinhalb Stunden nichts mehr gepostet. Dann meldet Trump sich wieder zu Wort. "Ich stand nicht auf dem Wahlzettel, und wenn ich darauf gestanden hätte, dann hätte ich IN EINEM ERDRUTSCHSIEG gewonnen", schreibt er. "Danke für Ihre Aufmerksamkeit." Im Wahlkampf hatte Trump die Wähler mehrfach aufgerufen, so zu wählen, als stünde er selbst zur Wahl.

+++ 04:25 Texas wählt demokratischen Senator +++

Die Analyseseite Decision Desk HQ prognostiziert, dass der Demokrat James Talarico den zur Wahl stehenden texanischen Senatssitz erobert. Damit müssen die Demokraten nur noch einen weiteren bisher republikanischen Sitz gewinnen, um eine Mehrheit im Senat zu erreichen. Es ist das erste Mal seit 1988, dass ein Demokrat eine Senatswahl in Texas gewinnt.

+++ 04:08 Zweiter zusätzlicher Senatssitz geht an Demokraten +++

Die Demokratin Annie Andrews gewinnt die Senatswahl in South Carolina. Noch vor zwei Jahren hatte Trump in South Carolina mit 17 Prozentpunkten Vorsprung gewonnen. Die Demokraten benötigen netto vier zusätzliche Sitze im Senat, um dort die Mehrheit zu übernehmen. Nach North Carolina ist South Carolina der zweite Sieg auf dem Weg dahin.

+++ 04:03 Senat für Trump wahrscheinlich auch verloren +++

Eine Prognose wie beim Repräsentantenhaus (siehe Eintrag 03.20 Uhr) gibt es für den Senat noch nicht. Aber der Daten-Experte der "New York Times", Nate Cohn, sieht eine mehr als 95-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass die Demokraten auch die zweite Kammer des Kongresses holen. Die Demokraten hätten die vier republikanischen Senatssitze, die sie für eine Mehrheit brauchen, entweder schon erobert (North Carolina) oder würden dies wahrscheinlich tun (Texas, South Carolina, Ohio). Zusätzliche Möglichkeiten auf weitere Senatssitze hätten die Demokraten in Kansas, Maine, Iowa und Alaska.

+++ 03:55 Senator Ossoff sieht "umfassenden Sieg" über "lahme Ente" Trump +++

Der wiedergewählte Senator aus Georgia, Jon Ossoff, feiert bereits den Sieg der Demokraten. "Mit einem umfassenden und eindeutigen Sieg hat das amerikanische Volk der Verdorbenheit, der Korruption und der Inkompetenz der gescheiterten lahmen Ente, Präsident Donald J. Trump, eine klare Absage erteilt." Als "lahme Ente" werden in den USA scheidende Präsidenten am Ende ihrer Amtszeit bezeichnet.

+++ 03:43 Texas geht wahrscheinlich an die Demokraten +++

Der traditionell zuverlässig republikanisch wählende Bundesstaat Texas könnte einen Demokraten als Senator nach Washington schicken. Zuletzt war das einem Demokraten im Jahr 1988 gelungen. NBC News sieht eine 75-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass der demokratische Kandidat James Talarico gewinnt. Laut AP sind aktuell 53 Prozent der Stimmen ausgezählt, auf Talarico entfallen derzeit 59 Prozent.

+++ 03:38 Selbst South Carolina droht zu fallen +++

Selbst in South Carolina, wo seit 1998 kein Demokrat mehr eine Senatswahl gewonnen hat, sieht es nicht gut aus für die Republikaner. Das Rennen ist noch offen, aber aktuell liegt die von Trump unterstützte republikanische Amtsinhaberin hinten.

+++ 03:29 Florida wählt Republikaner zum ersten schwarzen Gouverneur +++

Die Republikaner behaupten ihre Macht im US-Bundesstaat Florida bei der Gouverneurswahl Hochrechnungen zufolge knapp. Der Trump-Verbündete Byron Donalds setzt sich gegen den Demokraten David Jolly durch und wird der erste schwarze Gouverneur in der Geschichte des Bundesstaates, wie die Nachrichtenagentur AP auf Grundlage von Wählerbefragungen und Stimmauszählungen berichtet. 

+++ 03:20 Prognose: Demokraten gewinnen Mehrheit im Repräsentantenhaus +++

Der Wahl-Analysedienst Decision Desk HQ sagt eine demokratische Mehrheit im Repräsentantenhaus voraus. Noch sind nicht einmal alle Wahllokale geschlossen. Mit Spannung wird nun der Ausgang der Senatswahlen beobachtet. Auch hier ist ein Verlust der republikanischen Mehrheit möglich. Bisher hatten die Republikaner in beiden Kammern des Kongresses die Mehrheit.

+++ 03:16 Georgia wählt Demokratin zur Gouverneurin +++

Erstmals seit 24 Jahren ist das Gouverneursamt von Georgia in demokratischer Hand. Nach einer Prognose von AP gewinnt die Demokratin Keisha Lance Bottoms vor dem Republikaner Rick Jackson. Bottoms wird die erste Frau und die erste Schwarze in diesem Amt sein.

+++ 03:11 Trump will sich am Mittwoch nicht öffentlich zeigen +++

Das Weiße Haus hat soeben die Termine des Präsidenten für diesen Mittwoch veröffentlicht. Öffentliche Auftritte sind nicht dabei.

+++ 03:07 "Blutbad", "Apokalypse" - bei den Republikanern macht sich Panik breit +++

Hinter vorgehaltener Hand zeichnen republikanische Strategen ein düsteres Bild, meldet das "Wall Street Journal". Ein republikanischer Funktionär sagt der Zeitung zufolge, in den Senatsrennen im ganzen Land sei der Boden weggebrochen. Andere werden mit den Worten zitiert, es sehe nach einem "schlechten Abend" für die Republikaner aus. Eine Quelle spricht von einem "Blutbad", eine verwendet das Wort "Apokalypse". Ein republikanischer Stratege schickte dem "Wall Street Journal" statt eines Kommentars das Foto einer Whiskeyflasche. Ein weiterer Republikaner sagte, dass die Wähler Präsident Trump offenbar beim Wort genommen hätten, als er sie bat, so zu tun, als stünde er selbst auf dem Stimmzettel.

+++ 03:02 "Dummymandering" ist das Wort der Nacht +++

Der Washingtoner Korrespondent von NBC News, Ryan Nobles, schlägt als Wort der Nacht "Dummymandering" vor, eine Zusammensetzung von "dummy", Dummkopf, und Gerrymandering, dem Begriff, der das manipulative Zuschneiden von Wahlbezirken beschreibt. Gerrymandering hat in den USA eine lange Tradition - vor dieser Wahl wurde es, vor allem von den Republikanern, besonders exzessiv betrieben. Derzeit sieht es danach aus, als habe das nichts genutzt: In Florida haben Demokraten auch in solchen Wahlkreisen gewonnen, die die Republikaner vorher eigens zurechtgebastelt hatten. Nobles sieht hier einen Trend.

+++ 02:49 "Unglaublich hohe Zahlen für Demokraten" +++

NBC-Moderator Steve Kornacki zeigt sich überrascht von "unglaublich hohen Zahlen für Demokraten" an diesem Wahlabend. In Kansas sieht Kornacki Hinweise auf einen Sieg des Demokraten Adam Hamilton. Dies wäre ein zusätzlicher Sitz für die Demokraten im Senat: Bislang hält der Republikaner Roger Marshall das Mandat. Nach Auszählung von knapp 20 Prozent der Stimmen entfallen mehr als 61 Prozent auf Hamilton.

+++ 02:40 Nixon unterliegt in Florida +++

Laut "New York Times" hat die linke Demokratin Angie Nixon in Florida keine Chance mehr (siehe Eintrag 01.58 Uhr). Nach Auszählung von mehr als 95 Prozent der Stimmen kommt die republikanische Senatorin Ashley Moody auf knapp 51 Prozent. Dennoch schneidet Nixon überraschend gut ab.

+++ 02:36 New Hampshire schreibt Geschichte +++

Der Demokrat Chris Pappas wird der erste offen schwule Mann im US-Senat sein. Pappas gewinnt die Senatswahl in New Hampshire deutlich. Die Republikaner hatten sich in New Hampshire Chancen ausgerechnet, weil Senatorin Jeanne Shaheen nicht wieder angetreten war.

+++ 02:30 Demokraten erobern Senatssitz in North Carolina +++

Im Bundesstaat North Carolina gewinnen die Demokraten bei der Wahl zum US-Senat Hochrechnungen zufolge einen Sitz hinzu. Ihr Kandidat Roy Cooper entscheidet die Wahl für sich, wie die Nachrichtenagentur AP auf Grundlage von Wählerbefragungen und Stimmauszählungen meldet. Die Republikaner hatten vor der Wahl eine Mehrheit von 53 zu 47 Sitzen im Senat. Die Demokraten benötigen daher netto vier zusätzliche Mandate, um die Kontrolle zu übernehmen. North Carolina ist das erste davon.

+++ 02:25 In Texas deutet sich ein Sieg für James Talarico an +++

Noch mehr gute Nachrichten für die Demokraten, dieses Mal aus Texas: Der demokratische Senatsbewerber James Talarico gewinnt in Tarrant County mit einem Vorsprung von 21 Prozentpunkten. Das heißt nicht, dass er den ganzen Bundesstaat gewinnen wird. Aber das Ergebnis weicht drastisch von 2024 ab: Damals gewann Trump Tarrant County mit einem Abstand von 5 Punkten. In ganz Texas führt Talarico vor dem Republikaner Ken Paxton mit 60 zu 38 Prozent. Allerdings sind erst 23 Prozent der Wahllokale ausgezählt.

+++ 02:15 Nicht Ossoffs Sieg ist überraschend, sondern sein Abstand zum Mitbewerber +++

CNN weist darauf hin, dass der Sieg von Jon Ossoff bei der Senatswahl in Georgia zwar keine Überraschung ist, wohl aber der Abstand, mit dem er vor seinem republikanischen Herausforderer Mike Collins liegt. Nach Auszählung von 55 Prozent aller Stimmen hat Ossoff 64 Prozent erreicht. Collins kommt nur auf 36 Prozent.

+++ 02:05 Siege für Demokraten bei Gouverneurswahlen +++

Der demokratische Gouverneur von Pennsylvania, Josh Shapiro, wird wiedergewählt. In Illinois verteidigt der demokratische Gouverneur J.B. Pritzker sein Amt. In Maryland gewinnt der demokratische Gouverneur Wes Moore.

+++ 01:58 Kopf-an-Kopf-Rennen in Florida +++

Im republikanisch dominierten Florida liefert sich die linke Newcomerin Angie Nixon ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der republikanischen Senatorin Ashley Moody. Es wäre eine Sensation, würde die 42-jährige Demokratin den Sitz im Bundesstaat erobern, wo Trump seinen Wohnsitz hat. Nixon wurde im Wahlkampf unter anderen vom linken Senator Bernie Sanders, von Alexandria Ocasio-Cortez und Ex-Präsident Barack Obama unterstützt.

+++ 01:51 Senator Ossoff gewinnt in Georgia +++

Der demokratische Senator Jon Ossoff hat in Georgia sein Amt verteidigt. Prognosen zufolge setzt er sich gegen den von Trump unterstützten Republikaner Mike Collins durch und behauptet damit für seine Partei einen wichtigen Sitz im Kampf um die Senatsmehrheit. Ossoff gilt weithin als möglicher Präsidentschaftskandidat für 2028. Trump hatte Georgia 2024 mit zwei Prozentpunkten Vorsprung für sich entschieden.

+++ 01:45 Republikaner werden nervös +++

Laut CNN werden einige Republikaner, die für das Repräsentantenhaus kandidieren, angesichts der ersten Auszählungsergebnisse zunehmend nervös. Diese ersten Zahlen deuten auf einen erfolgreichen Wahlabend für die Demokraten. Im 9. Wahlbezirk für die Wahl zum Repräsentantenhaus in Florida liegt beispielsweise der Demokrat Darren Soto vorn. Das ist deshalb bemerkenswert, weil die Republikaner in dem Bundesstaat diesen Bezirk eigens verändert hatten, um dort einen Vorteil zu haben. Das hat offenbar nichts genutzt. Wenn Soto sich durchsetzt, gebe es kaum eine Chance, das Repräsentantenhaus zu halten, sagen zwei republikanische Quellen CNN.

+++ 01:31 Trump guckt Fox News - und kriegt Wutanfall +++

Trump scheint den Wahlabend bei Fox News zu verfolgen. In mehreren Postings auf seiner Plattform "Truth Social" schimpft er über die Berichterstattung des konservativen Senders. Er wirft Fox News vor, zu schlecht über ihn zu berichten. Dabei gingen die Quoten des Senders nach unten, während seine Beliebtheitswerte "besser sind als sie jemals waren" (das Gegenteil ist richtig).

+++ 01:22 Erster Sieger steht fest +++

Der Sender NBC News und die Nachrichtenagentur AP erklären den demokratischen Senator Mark Warner zum Sieger der Senatswahl in Virginia. In Umfragen hatte Warner bereits vor der Wahl klar vorn gelegen.

+++ 01:05 Abschiebe-Behörde ICE verbreitet martialische Drohung und alte Erfolgsmeldungen +++

Die Abschiebe-Agentur ICE verkündet am Wahltag sechs Erfolge im Kampf gegen illegal wählende Ausländer - aber alle entsprechenden Festnahmen haben sich in der vergangenen Woche ereignet. Das berichtet der Sender NBC News. Am Morgen hatte ICE gepostet: "Wenn du illegal wählst, werden wir dich finden. Wir werden dich aufspüren, festnehmen und anklagen. Es wird kein Entkommen geben."

+++ 00:57 Auch aus Indiana kommen Hinweise auf Wahlerfolg der Demokraten +++

Nicht nur aus Kentucky, auch aus Indiana kommen laut CNN Indizien, die auf ein gutes Abschneiden der Demokraten schließen lassen. Im Hamilton County kommt der Demokrat J.D. Ford bei der ersten Auszählung auf 63,6 Prozent der Stimmen. Vor zwei Jahren hatte die republikanische Abgeordnete Victoria Spartz bei der entsprechenden Auszählung 50,1 Prozent erreicht. In Allen County kommt die Demokratin Kelly Thompson auf 63,5 Prozent der Stimmen. Vor zwei Jahren hatte der Republikaner Marlin Stutzman hier 53,6 Prozent erzielt.

+++ 00:50 Trump ruft schnell noch "Antikommunismus-Woche" aus +++

Pünktlich zur Schließung der ersten Wahllokale ruft Trump per Proklamation auf der Webseite des Weißen Hauses eine "Antikommunismus-Woche" aus. Die Woche hat allerdings schon angefangen: Sie reicht laut Proklamation vom 1. bis zum 7. November. "Ich rufe alle Amerikaner dazu auf, bei der Abwehr jeglicher Bedrohung für die amerikanische Lebensweise standhaft zu bleiben und unsere lodernde Flamme der Freiheit vor der Dunkelheit des Kommunismus zu schützen." Trump bezeichnet seine politischen Gegner häufig als "Sozialisten", "radikale Sozialisten" oder auch "Kommunisten".

+++ 00:39 In Kentucky führt der Republikaner - aber das Ergebnis könnte knapper sein als 2024 +++

In der Senatswahl in Kentucky führt nach Zahlen der "New York Times" der Republikaner Andy Barr vor dem Demokraten Charles Booker. Auf der Basis einer Nachwahlbefragung prognostiziert die Zeitung einen Vorsprung von neun Prozentpunkten. Dies sei deutlich - Trump habe Kentucky vor zwei Jahren allerdings mit einem Vorsprung von mehr als 30 Punkten gewonnen.

Ähnlich verhält es sich bei einer Wahl zum Repräsentantenhaus in Anderson County in Kentucky. Nach aktuellen Zahlen des Senders NBC führt dort der Republikaner Ralph Alvarado mit 57,5 Prozent vor dem Demokraten Zach Dembo mit 38,2 Prozent. Ein klarer Vorsprung. Aber vor zwei Jahren hatte Trump hier mit 72,9 Prozent gewonnen. Für die Demokratin Kamala Harris stimmten 2024 in Anderson County nur 25,4 Prozent. Diese ersten Ergebnisse könnten ein Indiz für ein schlechtes Abschneiden der Republikaner sein.

+++ 00:27 Was ist los in Westchester County? +++

Im Wahlbezirk Westchester County, der aus einigen nördlichen Vororten von New York besteht, haben Wahlcomputer nicht funktioniert, mit denen Wähler ihre Stimmzettel einscannen. Westchester County ist heute Abend einer der Wahlbezirke, die im Fokus stehen: Hier will die Demokratin Cait Conley dem Republikaner Mike Lawler seinen Sitz im Repräsentantenhaus abnehmen. Nach einem Bericht der "New York Times" kursierten sofort Verschwörungstheorien, "vor allem im Umfeld von Präsident Trump". Lawler selbst sagte, es gebe "keine Gaunereien". Laut CNN konnten 250.000 Stimmzettel in 332 Wahllokalen nicht eingescannt werden. Stimmzettel werden nun nicht vor Ort eingescannt, sondern später gezählt.

+++ 00:15 Trump lädt zum Fernsehgucken in den East Room +++

Mehrere US-Medien berichten, dass Trump heute Abend zum gemeinsamen Fernsehen in den East Room im Weißen Haus geladen hat. Auf seinem Social-Media-Account hatte er zuletzt noch für Dutzende Republikaner eine Wahlempfehlung abgegeben.

626948200
Der East Room im Weißen Haus (das Bild zeigt eine Veranstaltung am 21. Oktober). (Foto: picture alliance / CNP /AdMedia)

+++ 00:00 Erste Wahllokale schließen +++

Einige Wahllokale in den Bundesstaaten Kentucky und Indiana schließen in diesen Minuten, andere sind noch eine Stunde länger auf. Dann, um 01.00 Uhr MEZ, schließen auch die Wahllokale in Georgia, South Carolina, Vermont und Virginia sowie Teilen von Florida und New Hampshire. In West Virginia, Ohio und North Carolina schließen die Wahllokale um 01.30 Uhr MEZ. Dann könnte es erste Hinweise auf eine "blaue Welle", einen deutlichen Sieg der Demokraten, geben - sofern es diese Welle gibt.

+++ 23:31 Umfrage: Drei Viertel der US-Wähler unzufrieden, fast vier von zehn "wütend" +++

Eine aktuelle Umfrage unter Wählern in den USA zeigt, dass viele US-Bürger mit der Lage der Nation, dem Zustand der Wirtschaft sowie der Amtsführung des Präsidenten sehr unzufrieden sind. Etwa drei Viertel sagen in der für CNN durchgeführten Umfrage, dass sie mit der Entwicklung im Land unzufrieden oder sehr unzufrieden sind; fast vier von zehn bezeichnen sich selbst als wütend.

+++ 23:15 Rekord-Wahlbeteiligung in South Carolina erwartet +++

In South Carolina zeichnet eine Rekord-Wahlbeteiligung ab, meldet CNN unter Berufung auf die Wahlbehörde des Bundesstaats. Bis zum späten Nachmittag hätten 52,3 Prozent der registrierten Wählerinnen und Wähler ihre Stimme abgegeben - so viel wie noch nie bei einer Midterm-Wahl. In South Carolina schließen die Wahllokale in knapp zwei Stunden.

Landesweit wurden nach Zahlen der University of Florida insgesamt 58,7 Millionen Stimmen vorab abgegeben, entweder in einem Wahllokale ("early voting") oder per Brief. Das sind deutlich mehr als die 46 Millionen bei der vorzeitigen Stimmabgabe zu den Zwischenwahlen im Jahr 2022.

630638650
In San Francisco wurde das marokkanische Restaurant "El Mansour" zu einem Wahllokal umfunktioniert. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

+++ 23:10 Idaho stimmt über offizielle Schusswaffe des Bundesstaats ab +++

Neben dem Repräsentantenhaus und der Wahl von 35 Senatoren haben US-Wähler in verschiedenen Bundesstaaten auch über Sachthemen zu entscheiden. Dabei ragt die kurios erscheinende Entscheidung über eine offizielle Schusswaffe des Bundesstaats Ohio hervor. Die Wähler können dabei zwischen verschiedenen Waffen wählen, wie einer einem M1 Garand Gewehr oder einem Repetiergewehr der Marke Remington.

+++ 23:01 Wann kommen die Wahlergebnisse? +++

Theoretisch kann es einige Tage dauern, bis klar ist, welche Partei künftig Senat und Repräsentantenhaus kontrolliert - es sei denn, eine der beiden Parteien fährt ein besonders starkes Ergebnis ein. Dann könnte bereits am Dienstagabend klar sein, wer künftig den Kongress beherrscht.

Die Wahllokale schließen in den meisten Teilen von Indiana und Kentucky bereits um 18.00 Uhr Eastern Time (24.00 Uhr MEZ), während sie in vielen Bundesstaaten, darunter Florida und Georgia, eine Stunde später schließen. Die meisten Wahllokale schließen um 20.00 Uhr EST (02.00 Uhr MEZ): in Pennsylvania, Maine und den meisten Teilen von Michigan und Texas. Zuletzt schließen die Wahllokale an der Westküste, in Kalifornien um 23.00 Uhr EST (05.00 Uhr), schließlich in Alaska um 24.00 Uhr EST (06.00 MEZ).

+++ 22:48 Trump wütet über britische "Daily Mail" +++

Auf seiner Plattform "Truth Social" wütet Trump gegen die britische "Daily Mail". Die Zeitung habe einen Scherz von ihm "völlig falsch dargestellt". Bei einem bizarren Auftritt am "Reflecting Pool" in Washington hatte der US-Präsident gesagt, der Pool solle nach ihm benannt werden. Das sei jedoch ein Witz gewesen, so Trump. "Ihre unaufrichtige, falsche Schlagzeile lautet: 'Trump hält letzte Rede vor den Midterms vor nur 60 Personen am renovierten "Reflecting Pool" und droht mit einer großen Umbenennung.'" Hier hat Trump recht: Er hatte vor dem Pool ausdrücklich gesagt, dass er einen Witz gemacht habe. Die "Daily Mail" hat ihren Artikel mittlerweile korrigiert.

Weiter schreibt Trump, es habe sich keineswegs um eine Rede gehandelt, sondern um eine "PRESSEKONFERENZ". Es seien "ausschließlich Journalisten" anwesend gewesen. Das allerdings ist gelogen. Im Publikum saßen auch Mitarbeiter des National Park Service. Fragen wurden nicht gestellt.

+++ 22:26 "Die Frage ist, ob der Abend historisch wird" +++

Der Cook Political Report, ein parteipolitisch unabhängiger Newsletter mit dem Schwerpunkt Wahlkämpfe, hält einen historischen Wahlsieg der Demokraten für möglich. "Die Frage für den Dienstagabend lautet nicht, ob es ein erfolgreicher Abend für die Demokraten wird (das wird er), sondern ob der Abend historisch wird", schreibt Herausgeberin Amy Walter. "Wir gehen davon aus, dass die Demokraten die Kontrolle über das Repräsentantenhaus deutlich übernehmen werden; am wahrscheinlichsten ist ein Gewinn von 15 bis 25 Sitzen." Auch die Kontrolle über den Senat könnten die Demokraten zurückgewinnen.

+++ 21:56 Washington-Kenner: Republikaner schweigen Trump tot +++

Sieben Redner und kein einziges Mal fällt der Name Trump: Bei einem Wahlkampfauftritt der Republikaner in Ohio erlebt Martin Biesel Erstaunliches. Für den Ex-Staatssekretär ist das ein klares Signal. Und er erklärt, warum der Präsident nach den Midterms noch rücksichtsloser werden könnte.

+++ 21:37 "Völlig inakzeptable" Probleme mit Wahlcomputern sorgen weiter für Ärger +++

Der Landrat in Westchester County im US-Bundesstaat New York, Ken Jenkins, hat die Probleme mit Wahlcomputern scharf kritisiert. "Diese Situation ist völlig inakzeptabel", sagt Jenkins. "Meine Aufgabe ist es, mich für die Wähler hier in Westchester einzusetzen, und die sind wütend - und ich bin es auch." Wähler berichteten von Problemen mit Wahlcomputern, die Stimmzettel in Wahllokalen im gesamten Landkreis, der direkt nördlich von New York City liegt, nicht richtig scannten. Jenkins bezeichnet das Problem als "Panne" und "Druckerproblem", fügt jedoch hinzu, dass die Verantwortlichen "nicht wissen, warum genau das passiert ist". Die Probleme könnten dafür sorgen, dass Ergebnisse für ein mit Spannung erwartetes Rennen um einen Sitz im Repräsentantenhaus erst deutlich später vorliegen. In 17. Wahlbezirk von New York tritt der republikanische Amtsinhaber Mike Lawler gegen die Demokratin Cait Conley an.

Vorherige Einträge finden Sie hier.